(mk) - Für Aufregung sorgte am Dienstagmorgen ein seltsames Himmelsspektakel: In Lothringen und in Luxemburg beobachteten zahlreiche Menschen kurz vor 8 Uhr ein Lichtphänomen, das sie als eine Art Feuerkugel beschrieben.
Zeugen berichteten in sozialen Netzwerken, auf Twitter und in Radiosendungen von ihrem Erlebnis. So will ein Mann einen gelben Lichtstreifen gesehen haben, der den Himmel von Osten nach Westen durchkreuzte und sich dann auflöste. Ein weiterer Beobachter aus Petingen berichtete, dass das Objekt in einen Wald in der Nähe der Rue de l'Eau gestürzt sei.
Nic Feierstein, Präsident der Amateur-Astronomen Luxemburgs, erwähnte auf Nachfrage von wort.lu/fr die Möglichkeit von Teilen eines abgestürzten Satelliten. Man habe ihn am Dienstagmorgen darauf angesprochen. Mehrere Menschen hätten das Phänomen über Luxemburg gesichtet, doch um zu sagen, um was es sich da handele seien genauere Informationen über Farbe und Richtung des Lichtereignisses nötig.
Schwierige Lokalisierung
"Es ist sehr schwierig, ein Objekt am Himmel zu lokalisieren, und zu wissen, wo es abstürzen wird noch viel mehr", erklärte Feierstein. Da ein russischer Satellit vor einigen Tagen bei Chile in den pazifischen Ozean gefallen sei, könnten wohl Teile davon jetzt in unserer Gegend niedergegangen sein, so seine Theorie.
Anhand präziserer Angaben würde seine Vereinigung sich vor Ort begeben und nach Spuren am Boden suchen, so Feuerstein. Aber es sei extrem schwierig, verlässliche Details zu erhalten und etwas zu finden. Die Vorhersage solcher Vorfälle sei zudem in Luxemburg nicht möglich, bemerkte Feierstein. Die USA verfüge über Radare und Teleskope, die Meteoriten einer gewissen Größe orten könnten. Doch kleine Objekte könnten auch sie nicht entdecken.
Das Phänomen vom Morgen habe nichts mit dem Sonnensturm zu tun, der am Dienstag die Erde erreichen soll. Dessen Plasmawolken mit ihrer hohen elektromagnetischen Strahlung würden auf der Erde als Aurora Borealis - sogenannte Nord- oder Polarlichter - sichtbar werden.