(vb) – Die Stahltripartite zwischen ArcelorMittal, Regierung und Gewerkschaften hat am Dienstag beschlossen, die sozialen Maßnahmen für die von den Werksschließungen betroffenen Arbeitnehmer auszuweiten. Dagegen war noch nicht klar, ob und wann die Werke in Rodange und Schifflingen wieder ihren gewohnten Betrieb aufnehmen.
Die Regierung sagte dem Stahlkonzern zu, dass die Beihilfen für die "Cellule de reclassement" bis März 2012 verlängert werden. Ursprünglich waren sie bis Ende 2011 befristet.
Nach Auskunft von Arcelor Mittal sind derzeit 430 Mitarbeiter in der Cellule de reclassement. Anfang 2012 werden es wohl 500 sein und im März 650, heißt es von der Konzernführung. Außerdem wird die Vorruhestandsregelung für die betroffenen Mitarbeiter verlängert.
Kein Datum für den normalen Betrieb
Die Gewerkschaften zeigten sich am Dienstag enttäuscht über die Ergebnisse der Stahltripartite. ArcelorMittal habe keine größeren Investitionen in die Stahlwerke Rodange und Schifflingen zugesagt. Auch gab es kein Datum, ab dem die Werke wieder voll in Betrieb genommen werden.
ArcelorMittal will dies erst im Laufe dieses Quartals entscheiden und der Stahltripartite bei der nächsten Sitzung am 14. Dezember mitteilen. Derzeit sehe es aber nicht danach aus, dass die Nachfrage nach Baustahl zum Jahreswechsel wieder anspringe, hieß es von ArcelorMittal.