(FeMo/str) - Steigt ein Fonds aus Katar bei der "Banque Internationale du Luxembourg" (BIL) ein? Über diese Frage wurde am Donnerstag heftig in Luxemburg spekuliert. Auslöser war ein entsprechender Bericht von "Les Echos". Am Donnerstagnachmittag gab es in Luxemburg keine Bestätigung für diese Vermutung.
Fest steht seit Donnerstagmorgen aber, dass die BIL am Anfang einer neuen Zukunft steht. Die traditionsreiche Bank wird aus der ins Schlingern geratenen belgisch-französischen Gruppe Dexia herausgelöst und zu einem substanziellen Teil von einem internationalen Investor übernommen. Der Luxemburger Staat steigt als Minderheitsaktionär ein und will für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze sorgen..
Das kündigte Finanzminister Luc Frieden am Donnerstagvormittag in einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz an. Laut Frieden befinden sich die Verhandlungen in einem fortgeschrittenen Stadium, sie sollen bis Ende dieses Monats abgeschlossen werden.
Keine Kosten für Luxemburger Steuerzahler
Luc Frieden selbst machte am Donnerstag in seiner Pressekonferenz keine näheren Angaben zu dem "internationalen Investor". Kurze Zeit später brachte Les Echos den Fonds der "Qatar Investment Authority" (QIA) ins Spiel.
Der Finanzminister betonte, dass durch die Herauslösung der BIL aus der Dexia-Gruppe für den Luxemburger Steuerzahler keine Kosten entstehen. Wie bereits in den vergangenen Tagen unterstrich Frieden auch am Donnerstag noch einmal die Wichtigkeit der Bank für Luxemburg. Die BIL sei eine "profitable, wichtige und stabile Bank".