10.09.2010 08:11 Uhr




Grenzüberschreitende Tarife
Busverkehr: Grenzgänger fahren günstiger
Am Donnerstag wurde ein Abkommen mit dem Saarland unterschrieben

Foto: Guy Jallay
Seit dem 1. September gelten einheitliche Tarife für den grenzüberschreitenden öffentlichen Busverkehr.

Steigen Grenzgänger auf den öffentlichen Transport um, so profitieren sie meist von bequemeren Fahrten zur Arbeit. Um das Umdenken schmackhafter zu machen bzw. Berufspendler zu belohnen, gibt es seit dem 1. September grenzüberschreitende Tarife. Mit dem Saarland wurde am Donnerstag ein Abkommen unterzeichnet.

Für Transportminister Claude Wiseler ist klar, dass Luxemburg Verkehrsprobleme hat. Sie machen sich besonders zu den Spitzenzeiten bemerkbar. Zu dem hohen Verkehrsaufkommen tragen auch die Berufspendler aus Deutschland, Belgien und Frankreich bei. Deshalb will man in Zukunft intensiver auf den öffentlichen Personennahverkehr setzen.

Man geht davon aus, dass heute fünf bis zehn Prozent der Grenzgänger den öffentlichen Transport benutzen. Laut Politik liege das Potenzial bei 25 Prozent. Zur attraktiveren Gestaltung des öffentlichen Transports soll die Modernisierung der Bahnstrecken Bettemburg-Luxemburg und Petingen-Luxemburg beitragen. Da es zum Saarland keine direkte Bahnverbindung gibt, will man hier verstärkt auf Busse zurückgreifen. Zusätzliche Kundschaft erhofft man sich durch Tarifvereinfachungen. Auf allen Linien zwischen dem Saarland und Luxemburg gelten in Zukunft die gleichen Tarife wie zwischen Lothringen, Rheinland-Pfalz und dem Großherzogtum.

Zwei Zonen

Neu ist die Einteilung der Buslinien in zwei Zonen: die RegioZone 1 (Schweich-Sirzenich-Luxemburg, Trier-Mesenich-Luxemburg, Konz-Grevenmacher-Luxemburg, Saarlouis-Mertzig-Luxemburg, Saarburg-Wincheringen-Luxemburg, Losheim-Luxemburg, Bitburg-Echternach-Luxemburg, Prüm-Dasburg-Ettelbrück, Hayange-Thionville-Luxemburg und Piennes-Luxemburg) und die RegioZone 2 (Saarbrücken-Luxemburg, Saarlouis- Luxemburg, Dillingen-Luxemburg). In der RegioZone 1 werden für eine Kurzzeitfahrkarte 4 Euro verlangt, für eine Tageskarte 7 Euro und für ein Monatsabo 75 Euro. Die Karten sind auf dem gesamten luxemburgischen Netz gültig. In der RegioZone 2 kosten die Kurzzeitfahrscheine 8 Euro, die Tageskarten 14 Euro und die Monatabos 120 Euro. In Rheinland-Pfalz und im Saarland sind außerdem Jahresabonnements für 670 bzw. 1 060 Euro erhältlich.

Auf folgenden grenzüberschreitenden Buslinien werden die luxemburgischen Preise angewandt: Nittel-Grevenmacher-Luxemburg, Ottange-Rümelingen-Luxemburg, Nennig-Perl-Luxemburg, Redange-Beles-Esch/Alzette, Mont St-Martin-Athus-Petingen, St-Charles-Longwy-Mont St-Martin-Rodange, Saulnes-Herserange-Longlaville-Rodange und Bastogne-Wiltz-Ettelbrück.

Ihre Meinung zum Thema

( 2 )
  • tagada gropouet meint:
    10.09.2010, 21:38 Uhr
    Gudd Initiativ. Sen emol gespaant wéi daat sech den op den Beruffsverkéier auswiirkt. Misst een emol an puer Méint kucken ... An do soll nach een behaapten dass hei näischt fier d'Frontaliern gemaach get!
  • benny boudia meint:
    10.09.2010, 17:40 Uhr
    gutt Saach dat doten, ise Premier huet Recht, mir sollen ophalen ze ma wéi wann iist Land géint d'Grenzgänger ging handelen. Deem ass nick sou, et gëtt alles gema fir dat an isem schéine Ländche jidderee sou gutt do steet wéi et numol nëmmel méiglech ass. An dat ass keen einfach Soach.