(vb) – Bei der Finanzlage der Nationalen Gesundheitskasse zeichnet sich unverhofft eine Entspannung ab. Aufgrund geringerer Ausgaben werde das Defizit weitaus niedriger ausfallen als erwartet, sagte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo am Donnerstag.
Die jüngste Schätzung der Quadripartite war von einem Defizit der Krankenversicherung von 90 Millionen Euro in diesem Jahr und 180 Millionen Euro 2011 ausgegangen. Nach dem jetzigen Stand stellt sich die Situation weniger dramatisch dar. Minister Di Bartolomeo erklärte, die Kasse werde in diesem Jahr wohl nur 50 Millionen Euro Defizit machen.
Dies sei jedoch kein Grund, die geplante Gesundheitsreform aufzuschieben oder abzuschwächen. "Es ist meine Überzeugung, dass wir ein großzügiges, gutes und solidarisches System brauchen. Um es zu erhalten, müssen wir an den Reformen festhalten." Wenngleich in diesem Jahr die Ausgaben weniger stark als befürchtet gestiegen seien, ist noch unsicher, wie sich das kommende Jahr darstellt, fügte der Minister hinzu.
Die Gesundheitsreform, die ab 1. Januar 2011 eingeführt wird, soll die Kostenexplosion des Gesundheitssystems bremsen. Dieses verursacht pro Jahr Kosten in Höhe von zwei Milliarden Euro.