09.09.2010 18:31 Uhr




Geringeres Defizit
Lichtblick für Gesundheitskasse
Mars Di Bartolomeo: An Reformen festhalten

Foto: Marc Wilwert
Gute Nachricht: Der Gesundheitsminister geht von nur 50 Millionen Euro Defizit der CNS aus.

(vb) – Bei der Finanzlage der Nationalen Gesundheitskasse zeichnet sich unverhofft eine Entspannung ab. Aufgrund geringerer Ausgaben werde das Defizit weitaus niedriger ausfallen als erwartet, sagte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo am Donnerstag.

Die jüngste Schätzung der Quadripartite war von einem Defizit der Krankenversicherung von 90 Millionen Euro in diesem Jahr und 180 Millionen Euro 2011 ausgegangen. Nach dem jetzigen Stand stellt sich die Situation weniger dramatisch dar. Minister Di Bartolomeo erklärte, die Kasse werde in diesem Jahr wohl nur 50 Millionen Euro Defizit machen.

Dies sei jedoch kein Grund, die geplante Gesundheitsreform aufzuschieben oder abzuschwächen. "Es ist meine Überzeugung, dass wir ein großzügiges, gutes und solidarisches System brauchen. Um es zu erhalten, müssen wir an den Reformen festhalten." Wenngleich in diesem Jahr die Ausgaben weniger stark als befürchtet gestiegen seien, ist noch unsicher, wie sich das kommende Jahr darstellt, fügte der Minister hinzu.

Die Gesundheitsreform, die ab 1. Januar 2011 eingeführt wird, soll die Kostenexplosion des Gesundheitssystems bremsen. Dieses verursacht pro Jahr Kosten in Höhe von zwei Milliarden Euro.

Ihre Meinung zum Thema

( 4 )
  • tagada gropouet meint:
    10.09.2010, 21:42 Uhr
    Daat do gët elo eng excuse vier näischt ze maachen. Oder fier d'Reform total ze verwässeren...
  • Chigaco Jonny meint:
    10.09.2010, 21:16 Uhr
    Man kann dazu neigen, mit Jean Prim einverstanden zu sein.
    Weniger Ausgaben? Wäre es möglich genaueres zu erfahren? Ein Stippvisite bei anderen luxemburgischen Zeitungen sowie gouvernement.lu und dem Ministère de la Santé brachten keine Aufklärung, entweder waren dort keine Artikel zu demselben Thema oder diesselbe, sehr allgemeine Aussage. Man hat dem Bürger doch vor nicht allzu langer Zeit angedeutet dass Krankenkassenbeitragserhöhungen wohl unvermeidlich wären, oder irre ich mich da? Und es ist nicht dass erste Mal, dass aus Herr di Bartolomeos Ministerien "Da schau her" Budgetsüberraschungen erscheinen. Deshalb, ja, bitte schön, Veröffentlichung der Zahlen + Analysen und Ursachenforschung auf gouvernement.lu bzw dem Web-Auftritt des Ministère de la Santé wäre im Sinne der Transparenz im rechten Moment vonnöten, glaube ich.
  • Batz meint:
    10.09.2010, 18:31 Uhr
    @jena prim

    do kann ech nemmen zoustemmen. Naiv sin eis Leit allemols gin an natirlech och nach lauter faul Bätz fir driwwer nozedenken waat alles dei leschten Meint an desem Sektor gesoot gin ass nu je alt nees " MdB in Wonderland"
  • jean prim meint:
    10.09.2010, 11:46 Uhr
    Et deet mir leed, Här MdB, ech gleewen Iech Naischt méi.