09.09.2010 18:09 Uhr




Gesundheit
Krebs auf dem Vormarsch
Sterbestatistik: Herz-Kreislauf-Krankheiten sind Todesursache Nummer 1

Foto: Serge Waldbillig
Dem medizinischen Fortschritt und der Prävention ist es zu verdanken, dass viele Krankheiten weniger häufig zum Tode führen.

(vb) – Immer mehr Menschen in Luxemburg sterben an Krebs. Für mehr als jeden vierten Todesfall sind Tumore verantwortlich, davon am häufigsten Lungen-, Darm- und Brustkrebs. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Gesundheitsministeriums hervor.

Die Zunahme von Krebs – er ist derzeit für 27 Prozent aller Todesfälle die Ursache – hängt laut Dr. Danielle Hansen-Koenig, Leiterin des Gesundheitsamts, auch damit zusammen, dass andere Todesarten tendenziell auf dem Rückzug sind. So starben 2007, dem letzten untersuchten Jahr der Studie, wesentlich weniger Menschen an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt. Auch tödliche Verkehrsunfälle bei jungen Fahrern und bei Senioren über 65 Jahren nahmen deutlich ab.

Todesursache Nummer 1 sind immer noch Herz-Kreislauf-Krankheiten, die für 41 Prozent der Todesfälle verantwortlich sind. Nach dem Krebs auf dem zweiten Platz stehen äußere Einwirkungen – hierunter versteht die Statistik zum Beispiel Verkehrs- und Arbeitsunfälle, Suizid oder Vergiftungen.

Die Aufteilung der Todesursachen unterscheidet sich stark je nach Alter der Verstorbenen. So ist bei Menschen unter 45 Jahren meist ein Unfall oder Suizid die Todesursache. In der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen dominiert Krebs. Bei Älteren überwiegen Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Lungenkrebs: Fortschritte bei Männern, Rückschläge bei Frauen

Obwohl der Krebs allgemein auf dem Vormarsch ist, verweist Dr. Hansen-Koenig auf Erfolge der Gesundheitspolitik, bestimmte Krebsarten zurückzudrängen. So seien beispielsweise tödliche Lungenkrebserkrankungen bei Männern seltener geworden, weil die Anti-Tabak-Kampagnen gewirkt haben. Bei Frauen steigt die Häufigkeit dagegen an. Der Rückgang bei Brustkrebs sei auf verbesserte Früherkennung und medizinische Behandlungen zurückzuführen.

Allgemein lässt sich festhalten, dass der durchschnittliche Luxemburger gute Chancen hat, ein hohes Alter zu erreichen. So sterben von 100 000 Menschen jährlich nur 248 Männer und 135 Frauen vor ihrem 65. Geburtstag. Diese Fälle sind meist auf eine ungesunde Lebensweise mit Alkohol- und Tabakkonsum zurückzuführen.

Keine Impfmüdigkeit

Positive Ergebnisse zum Gesundheitsstatus der Luxemburger förderten zwei andere Studien zutage, die ebenfalls am Donnerstag vorgestellt wurden. In einer von ihnen untersuchte das Gesundheitsamt, wie häufig Eltern ihre Kleinkinder impfen lassen. Heraus kam, dass die Impfrate hierzulande mit 87 Prozent der Kinder bis 24 Monate sehr hoch ist. Die restlichen Kinder würden in der Regel einige Monate später geimpft, so dass Impfmüdigkeit kein Thema ist. "Impfstoffe für Kinder sind in der Regel sehr gut verträglich. Wir hatten verschwindend geringe Zahlen von Eltern, die über Nebenwirkungen klagten", sagt Hansen-Koenig.

Die Sterblichkeit bei Säuglingen und Neugeborenen ist einem anderen Bericht zufolge stark zurückgegangen. Dies wird auf den medizinischen Fortschritt und eine bessere Betreuung zurückgeführt.

Ihre Meinung zum Thema

( 7 )
  • Marc Heinen meint:
    10.09.2010, 14:12 Uhr
    20 Joer hu mer allegur missten DIESELen kaafen, obwuel schons virun 40 Joer bekannt wor, dat dess durch hier Emissiounen hechgefereierlech fir d'Gesonheet (heich Kribserregend !!) sin. - kuck och de Beitrag vum Michel Cames hei drenner !!! - vollkommen d'accord matt him !!
    Dun huet eise Superminister M.d.B. zesummen matt der EU ( oder emgedreit ? ) erausfond, dat d'Leit um Femmen stierwen - ergo hun mer d'Femmen kriminaliseiert.
    Elo gin mer ( alt erem no der EU ), op de Wee, Frittefett ( Rapsouleg )an den Tank ze schedden, deen nach mei kanzerogen ass.
    Waat zielen mer de Leit dobaussen dann an 20 Joer, firwaat sie dann nach emmer un Kriebs stierwen ??? - an all denen Milliounen dei un Honger op der Welt stierwen, well se naischt z'iersen hun -, well mer eis
    Felder amplatz mat Iesbarem, mat RAPS vollgeplantzt hun ?
  • MIGUEL SANTOS GONCALVES DA COSTA meint:
    10.09.2010, 13:09 Uhr
    et get sait Joeren vill Geld an d'Kriibsfuerschung gestaach mee biselo as nach naischt konkretes op den Maart koum wat soll 100% hellefen heelen,just Liewen get verlaengert wat fir deen een oder aneren deen betraff as net schein as well en wees hun just vlait nach Wochen oder Meint... ouni vun seileschen an kierperlechen Qualen ze schwaetzen ... dat as Emwelt verschmotzt as dat as gewosst mee sicht wgl net emmer hei am Land well mir kreien och genuch Sauerei vun eisen leiwen Noopern...
    @benni boudia an CESHA...wou waeren mir dann haut wenn et am Minette keng Industrie gin haett...weel do hun vill Leit geschafft fir eisen Wuelstand an et hun der och mat hirem Liewen dofir bezuelt...denkt mol en bessen no w.g.l
  • Ramba Zamba meint:
    10.09.2010, 12:15 Uhr
    Déen ganzen Dreck an der Loft an och an onsen gespretzten Iessenwueren feieren dozou. Den Härr Goebbels mat sengen gudden Frenn aus der Wirtschaft wellen ons jo och nach den gentechnesch-manipuleierten Dreck z'iessen gin waat eigentlech kéen Mensch an Europa well. Mée mier kreien et awer, eben geint onsen Wellen .....well d'wirtschaft daat esou well!!!

    An fir Statistiken gin dann bei all den Leit dei un Kriebs stierwen an an hierem Liewen eng Keier laanscht eng Zigarett gelaaf sin, en Strech gemach. Dass ech net laachen....
  • CESHA .. meint:
    10.09.2010, 12:01 Uhr
    Richteg, Benny!
  • Michel Cames meint:
    10.09.2010, 10:43 Uhr
    Der Einfluss der Rußpartikelemissionen der Dieselmotoren ist erwiesenermaßen kanzerogen. Der Rußpartikelfilter hält hier nur die groben Partikel zurück, die lungengängigsten Feinstpartikel unter 2,5 μm sind um uns überall - im Strassenverkehr. Luxemburg hat nicht nur die grösste Verkehrsdichte sondern auch den höchsten Anteil von dieselgetriebenen Pkw, noch vor Frankreich und Belgien. In Tokyo sind dieselbetriebene Fahrzeuge nicht erlaubt. Warum wohl? Sind die Lungen der Japaner empfindlicher? Der Einfluss der Dieselemissionen auf unsere Gesundheit und hier zumal auf die Statistik der Lungenkrebsfälle wird hierzulande nicht zur Kenntnis genommen. Nach Studien des Umwelt- und Prognose-Instituts in Heidelberg sind diese aber nicht von der Hand zu weisen. Auf unser Land übertragen immerhin 50 Fälle von Lungenkrebs jährlich.
  • Bugs Bunny meint:
    10.09.2010, 10:15 Uhr
    Daat mam Gemeis ass nick nei, daat gett och nickt enner den Teppech gekiert mee ass fir idwereen ze liesen:
    http://www.environnement.public.lu/air_bruit/dossiers/IM-surveillance_dioxines_furannes_metaux_lourds_legumes/index.html
    Ob daat eppes man Kriibs ze dinn huet ass och nickt gewosst, dann missten am Süden jo vill mei Leit un Kriibs erkranken wei am Isleck.
  • benny boudia meint:
    09.09.2010, 18:27 Uhr
    fir mech absolutt keng Nouvelle, an ech weess och firwat, mä ech weess nick, ob d'Wort sech traut dat hei ze posten. Jorzéngtelaang gouf duerch d'Stolindustrie onendlech vill Dreck an is Loft gepompelt, lo hu mer d'Resultat. Ganz laang wousst eemol nick, datt dat absolutt schiedlech fir de Mënsch ass. Zu Schëffleng z.B. hunn ech mir soe gelooss, datt een d'Geméis aus sengem Gaart nick soll iessen. Dofir och absolutt onlogesch grad do nidden an de Minett d'Uni hinzebauen, den Terrain ass voll vun deem Dreck.

    Mä keng Etud seet dat, firwat, well dann d'Präiser vun den Immobilien am Süden radikal ënner Null falen. Sorry Jongen a Meedercher, mä dat ass meng Erklärung ... an is Gesondheet packt dee ganzen Industriestëbs einfach nick.

    Dofir, méi Eco sou laang nach Zäit ass, mä wou ass dee Politiker deen is dat endlech och ëmsetzt?