Von Anne-Aymone Schmitz
Die 670. Schobermesse, die Mittwochabend um 22 Uhr mit einem bunten Feuerwerk offiziell zu Ende ging, war trotz regnerischen Witterungsbedingungen gut besucht. Laut dem „Office des Fêtes, Foires et Marchés“ wurden auf der „Schueberfouer“ zwischen 1,5 und zwei Millionen Besuche gezählt. Insbesondere der Gastronomie-Bereich hätte vom schlechten Wetter profitiert.
„Die diesjährige Schobermesse war gut besucht“, bestätigte Marc Weydert vom hauptstädtischen „Office des Fêtes, Foires et Marchés“ auf Nachfrage gegenüber dem „Luxemburger Wort“. Das erste Wochenende der Schobermesse zählte zu den bisher besten „Fouer“-Wochenenden überhaupt. Während der gesamten Dauer des Großevents wurden zwischen 1,5 und zwei Millionen Besuche gezählt. Nach Meinung des Veranstalters sei die schlechte Witterung vor allem den Gastronomie-Betrieben zugute gekommen.
Bei den Karussellen und Fahrgeschäften verbuchte in diesem Jahr der „Höllenblitz“den größten Besucherandrang. Bisher seien ihm auch keine Klagen von Schaustellern über etwaige Umsatzeinbußen aufgrund der verhältnismäßig hohen Preise zugetragen worden, betonte Marc Weydert.
Aus Sicht der hauptstädtischen Berufsfeuerwehr war die 2010er Schobermesse „eine ruhige, die ohne größere Zwischenfälle“ verlief. Rund 120 Mal mussten die drei Rettungshelfer der Berufsfeuerwehr, die während der Kirmes täglich von 14.30 Uhr bis Feierabend im Pavillon im Eingang der Schobermesse Dienst taten, Menschen mit Schürf- oder Schnittwunden, Prellungen sowie nach Schwächeanfällen oder Wespenstichen helfen. „Schwerverletzte oder Menschen mit lebensbedrohlichen Verletzungen gab es in diesem Jahr nicht“, betont Fred Schiltz von der Berufsfeuerwehr. Derweil musste auch ein Brand in einem Gastronomiebetrieb gelöscht werden.
Die Polizei musste ihrerseits mehrmals falschgeparkte Autos abschleppen lassen oder wegen Schlägereien ausrücken. Derweil wurden beim „Fouer“-Kommissariat unter anderem auch Diebstähle unter Gewaltanwendung und Taschendiebstähle gemeldet. Eine offizielle Bilanz vor Ende der „Schueberfouer“ wollte die Polizei gestern Nachmittag auf Nachfrage allerdings noch nicht ziehen.
In der Zukunft seien die Imbissbuden auch für den hauptstädtischen Jahrmarkt als Publikumsmagnet unentbehrlich, betonte Marc Weydert vorausschauend. Da die größte Kirmes der Großregion voraussichtlich ab 2014 mit dem Bau der Tram mit weniger Platz auskommen muss, muss in Bälde eine Neuordnung der Schobermesse vorgenommen werden. Der Platz in der Allée Scheffer, wo nun Schausteller ihre Stände aufgebaut haben, wird den Gleisen und der Haltestelle vorbehalten sein. Als Ausgleich könnte die Schobermesse dann auf die Allée des Déportés, die Unterführung und Fläche nahe dem „Centre de langues“ ausgedehnt werden.