(vb) – Erst viel Sonnenschein, dann reichlich Regen: Trotz einiger Turbulenzen können die Winzer an der Luxemburger Mosel zufrieden mit dem Sommer sein. Sie richten sich auf eine durchschnittliche Ernte ein – außer, wenn die Regenfälle anhalten.
"So viel Regen hätte nicht unbedingt sein müssen", fasst Weinbauberater Serge Fischer vom Institut viti-vinicole in Remich zusammen. Trotz des außergewöhnlich nassen Augusts kann von einem schlechten Sommer keine Rede sein. "Die Entwicklung liegt im langjährigen Mittelwert", meint Fischer. So haben die Reben im Juli viel Sonne abbekommen und seien auch bei mäßigen Temperaturen im August gut weiter gereift. Lediglich die Feuchtigkeit der letzten Tage hat für beginnende Fäulnis gesorgt. Dies sei aber bis jetzt noch nicht dramatisch, meint Fischer.
Die Lese beginnt voraussichtlich am 27. September – ein wenig später als in den Jahren zuvor, als es bis in den September warm war und die Reife weit fortgeschritten war. Trotzdem ist der Lesebeginn im langjährigen Vergleich für die Luxemburger Mosel normal, erklärt Fischer.