(c-mo/mt) - Eigentlich könnte sich der Anteil an Strom durch Windenergie hierzulande bis 2015 verdoppeln, doch fehlen hierfür noch immer die Genehmigungen des Umweltministeriums. „Alle technischen Gegebenheiten für den Windpark in Rümelingen/Kayl sind erfüllt, doch warten wir auf grünes Licht seitens des Umweltministeriums“, sagte am Montag Etienne Schneider, SEO-Präsident, gegenüber dem „Point24“.
In Rümelingen/Kayl sollen laut Planung der SEO bald sieben Windkraftanlagen drehen, fünf weitere sollen im Landesnorden, genauer in Weiswampach/Binsfeld, Strom produzieren. Auch bestehende Windparks sollen ausgebaut werden. So soll der Windpark in Heinerscheid von elf auf zwölf und jener von Heiderscheid von sieben auf zehn Anlagen aufgestockt werden.
Falls aber die Genehmigungen für diese einzelnen Projekte weiterhin auf sich warten lassen – u. a. wegen Bedenken der Umweltschützer, da sich Luxemburg in einem wichtigen Einzugsgebiet von Fledermäusen befinden soll –, werde der Anteil an erneuerbarer Energie aus der Windkraft in den kommenden fünf Jahren allenfalls um zehn Prozent wachsen, bedauerte Schneider.
Bis 2020 will Luxemburg elf Prozent des Energieverbrauchs über erneuerbare Energiequellen abdecken. Vier Prozent davon sollen im Land selbst gewonnen werden, der Rest über gemeinsame Projekte mit ausländischen Partnern im Ausland.