07.09.2010 09:14 Uhr




Erneuerbare Energien
Genehmigungshürden bremsen Windkraft aus
Luxemburg will bis 2020 elf Prozent des Energieverbrauchs über erneuerbare Energiequellen abdecken.

Foto: Christian Mohr
In Rümelingen/Kayl sollen bald sieben Windkraftanlagen drehen.

(c-mo/mt) - Eigentlich könnte sich der Anteil an Strom durch Windenergie hierzulande bis 2015 verdoppeln, doch fehlen hierfür noch immer die Genehmigungen des Umweltministeriums. „Alle technischen Gegebenheiten für den Windpark in Rümelingen/Kayl sind erfüllt, doch warten wir auf grünes Licht seitens des Umweltministeriums“, sagte am Montag Etienne Schneider, SEO-Präsident, gegenüber dem „Point24“.

In Rümelingen/Kayl sollen laut Planung der SEO bald sieben Windkraftanlagen drehen, fünf weitere sollen im Landesnorden, genauer in Weiswampach/Binsfeld, Strom produzieren. Auch bestehende Windparks sollen ausgebaut werden. So soll der Windpark in Heinerscheid von elf auf zwölf und jener von Heiderscheid von sieben auf zehn Anlagen aufgestockt werden.

Falls aber die Genehmigungen für diese einzelnen Projekte weiterhin auf sich warten lassen – u. a. wegen Bedenken der Umweltschützer, da sich Luxemburg in einem wichtigen Einzugsgebiet von Fledermäusen befinden soll –, werde der Anteil an erneuerbarer Energie aus der Windkraft in den kommenden fünf Jahren allenfalls um zehn Prozent wachsen, bedauerte Schneider.

Bis 2020 will Luxemburg elf Prozent des Energieverbrauchs über erneuerbare Energiequellen abdecken. Vier Prozent davon sollen im Land selbst gewonnen werden, der Rest über gemeinsame Projekte mit ausländischen Partnern im Ausland.

Ihre Meinung zum Thema

( 5 )
  • Pit Pefferkäer meint:
    08.09.2010, 08:13 Uhr
    Wandkraaft,an Emwelt hin oder hier!
    Sin och vir "Propper Energien"
    Troztdem verschandelen des"Wandrad Monstren" eis Landschaft!
    Kann een matt allem Iwerdreiwen!
    Wann der am Osten iwert de Bierg vun Wasserbillig bis op Iechternach fuert gesid dir 6 schei millen..!
    Loftlinn richtung Bitburg 20 st. ....?
  • Gabrielle Decker meint:
    07.09.2010, 14:24 Uhr
    Interessant ist, dass neben optischen und akustischen Problemen die diese Windräder verursachen, sie nicht nur für Fledermäuse schädlich sind. Auch Menschen leiden unter den Folgen des Infraschalls (Schlafstörungen, Nervosität, Unruhe bei Kleinkindern sind häufig geschilderte Beschwerden von Anwohnern!)
    Interessant ist auch die Tatsache, dass Windräder ökonomisch uneffizient sind, weniger Energie produzieren als angenommen und man eben gerade durch Windkraft auf klassische Stromkraftwerke angewiesen ist um Stromschwankungen bedingt durch zu viel oder zu wenig Wind auszugleichen.
    Also tun unsere Ministerien gut daran Genehmigungen für Windkrafträder kritisch zu prüfen!
  • benny boudia meint:
    07.09.2010, 12:53 Uhr
    gutt Saach dat doten, och wann ech dem Här Jay recht ginn mat der Natur, mä mir mënsche brauchen numol Energie, dat huet dee léiwe Gotti
    sou gemaach. Just, als Erënnerung, et soll déi Kéier och trape ronderëm déi Analge gebaut ginn. Fir de Fall, datt nees engem Monteur schlecht gëtt, da brauch Air Rescue nick nees unzefléieren, mä mat der Trap kéint een dat da vill méi einfach an och méi bëlleg (grad an Zäite vu Kris!!) behiewen.
  • Mister Pink meint:
    07.09.2010, 11:44 Uhr
    Herr Anders, warumm soll das Umweltministerium die Projekte mehrmals (!) prüfen? Eine ordentliche Prüfung innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Fristen muss ausreichend sein.
    Das Problem ist, das allgemein akzeptiert wird, dass die Prüffristen überschritten werden. Das andere Problem ist, dass ddie Umweltverwaltung lieber eine Prüfung vertagt, als ein negatives Urteil abgibt. Das könnte ja dann zu Einsprüchen und damit Mehrarbeit führen... Und ein Grund zur Vertagung wegen Prozedurfehlern oder inkompletten Angaben findet sich immer. Sie können sich kaum vostellen wie viele (gute) Projekte wegen nicht endender Commodo-Prozeduren im Sande verlaufen.
  • Jay Anders meint:
    07.09.2010, 09:38 Uhr
    Windenergie mag ja gut sein, aber diese Windparks zerstören unsere schöne Landschaften. Das Umweltministerium tut gut daran die Projekte mehrmals zu prüfen auch wenn das Zeit kostet.