01.09.2010 15:06 Uhr




Nachhilfekurse des Cpos
Pauken trotz Ferien
486 Schüler drücken im „Jonge-Lycée“ und im „Arts et Métiers“ bereits die Schulbank

Foto: Shutterstock
Während die einen Schüler noch faulenzen, stehen für andere Nachhilfestunden auf dem Tagespensum.

(mk) - Die Sommerferien dauern noch knapp zwei Wochen an, doch für 486 in der Hauptstadt eingeschriebene Schüler hat der Ernst des Schullebens schon begonnen. Sie drücken im „Jonge-Lycée“ und im „Arts et Métiers“ ab diesem Mittwoch wieder die Schulbank. Nachhilfestunden stehen auf dem Stundenplan.

Die kostenlosen Kurse, die jedes Jahr vom „Centre de psychologie et d'orientation scolaires“ (Cpos) angeboten werden, dauern noch bis zum 14. September an. Sie richten sich an Schüler, die bestimmte Themen in einem Fach aufarbeiten müssen. Dies entweder im Hinblick auf einen „Travail de révision“ (eine Arbeit, deren Resultat in die Bewertung des kommenden Schuljahres mit einfließt) oder einen "Travail de vacances" (eine Art Aufbereitung eines bestimmten Lernstoffes zuhause).

Genutzt wird das Angebot allerdings auch von all denen, die ihre Kenntnisse über die Materie des vergangenen Jahres noch einmal wiederholen wollen, um gut vorbereitet das neue Schuljahr anzugehen.

Nachhilfestunden fürs klassische Lyzeum werden im LGL, jene für das technische Lyzeum im „Arts et Métiers“ angeboten. „Mit 293 Schülern ist die Nachfrage beim 'Classique' bedeutend höher als beim 'Technique' mit 193 Einschreibungen“, betont Anne Stein, die beim Cpos verantwortlich für die Organisation der Nachhilfestunden ist. Diese richteten sich ausschließlich an Schüler der Hauptstadt. Andere Lyzeen würden landesweit eigene Kurse einrichten.

Nachfrage bestimmt Angebot

Sprachen, Mathematik, Chemie, Physik und Ökonomie sind die „beliebtesten“ Fächer, was den Nachholbedarf im „Classique“ angeht. Im „Technique“ gibt es Buchhaltung anstatt Chemie. Die Schüler werden nach Klassen eingeteilt. „Der Inhalt der Kurse wird auf die Nachfrage der Schüler abgestimmt. Sie geben bereits bei ihrer Einschreibung an, welche Sachgebiete sie im Detail durchnehmen müssen. Das Programm wird dann auf diese ganz konkreten Bedürfnisse zugeschnitten“, erklärt Anne Stein.

Um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, arbeiteten die Titulare – meist Studenten – mit relativ kleinen Gruppen von vier bis zwölf Teilnehmern. Dies erlaube individuelles Lernen.

Das Angebot umfasst 55 Kurse von zwei jeweils Stunden, die täglich von 8 bis 10 oder von 10 bis 12 Uhr abgehalten werden. Mit insgesamt 20 Stunden pro Lernfach dürfen die Schüler dann ihre Aufgaben mit aufgefrischtem Wissen angehen.

Ihre Meinung zum Thema

( 3 )
  • Jemp Cougar meint:
    01.09.2010, 16:44 Uhr
    eng gudd Saach daat do ... hätt ech déi Méiglechkeet gehaat hätt ech och dovun profitéiert !!
    Mee waat daat do rem mat Velo fueren ze doen huet an mat der Leeschtung vum Frank an Andy daat bleiwt wuel dem B. B. säin Geheimnis :-)
  • C K meint:
    01.09.2010, 16:17 Uhr
    was isn das für eine Hochglanzklischette?
    Die Jugend bekommt heute auch trotz viel Fleiß oft keinen Preis. Jugendarbeitslosigkeit ist doch ein massives Problem in Luxemburg.
    Der Herr Schleck kriegt die gebratenen Tauben dagegen wesentlich leichter in den Mund.
  • benny boudia meint:
    01.09.2010, 15:13 Uhr
    keng einfach Zäit fir ise Jonktem, mä si solle lo schonns léieren, datt engem déi gebroden Dauwen nick an de Mënni geflu kommen. Och si solle mol an iser Gesellschaft eng Hand mat upaken an dofir brauche si eng Ausbildung. Gitt Iech drun, als Virbild sollen iech isen Andy an ise Franki Schleck déngen, sou wéi si et ass op der Tëlee gewisen hunn:
    ohne Fleiss, kein Preis. An dorun ännert och de Sozialsmus nix, op de Leeschtungsprinzip kënnt et un.