(vb) – Die Zahl der Nachtflüge am Flughafen Findel hat in der ersten Jahreshälfte stark zugenommen. 803 Flugbewegungen registrierte der Flughafen zwischen 23 und 6 Uhr – das ist fast doppelt so viel wie vor einem Jahr.
2009 nämlich lag die Zahl der Nachtflüge im Gesamtjahr bei 915. Den Grund für den starken Anstieg sieht das Gesundheitsministerium in dem harten Winter und dem Vulkanausbruch in Island im April. Beides hätte zu verspäteten Abflügen in ganz Europa und folglich auch zu verspäteten Ankünften in Luxemburg geführt.
Überhaupt gehen die meisten Nachtflüge auf das Konto von Verspätungen. 55 Prozent von ihnen spielen sich zwischen 23 und 0 Uhr ab. Der Großteil davon sind Ankünfte von Flugzeugen, die eigentlich kurz vor 23 Uhr hätten landen sollen. In den übrigen Nachtzeiten – also zwischen 1 Uhr und 6 Uhr – finden nur sehr wenige Flüge statt.
Der Abgeordnete Xavier Bettel sorgt sich in einer parlamentarischen Anfrage um die Auswirkungen des Lärms auf die Bewohner der umliegenden Gemeinden. Die Lärmbelastung des Fluglärms sei jedoch nicht einfach zu ermitteln, schreibt das Ministerium. So müsse man nicht nur den Lärm der Flugzeuge sondern auch den Straßen- und Bahnverkehr in Betracht ziehen. Rückschlüsse auf die Gesundheit der Flughafen-Anwohner seien nicht leicht zu ziehen, denn diese hänge von einer ganzen Reihe von anderen Faktoren ab.