(vb) - Angesichts der Not in der pakistanischen Bevölkerung nach der Überschwemmungskatastrophe haben Regierung und Armee verstärkte Hilfsmaßnahmen angekündigt. In drei Wochen entsendet die Armee eine Einheit zur Wasseraufbereitung. Luxembourg Air Rescue verleiht einen Rettungshubschrauber.
"Das Leid der Katastrophenopfer ist immens. Selbst nach den ersten Notmaßnahmen wird das Land wahrscheinlich über Jahre hinweg auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen sein", erklärt Entwicklungshilfeministerin Marie-Josée Jacobs.
Aufgrund des hohen Bedarfs an Nothilfe hat sich die Luxemburger Regierung zu einem Hilfseinsatz der Armee vor Ort entschlossen. Im Rahmen einer Unicef-Mission reist ein Team von acht Soldaten mit einer Anlage zur Wasseraufbereitung nach Pakistan, um dort die Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Vier Wochen lang dauert die Mission. Das Material - die Trinkwasseranlage, drei Lastwagen und ein Jeep - sollen nach dem Einsatz als Spende in Pakistan bleiben.
Zudem beteiligt sich Luxembourg Air Rescue an der Hilfsaktion, indem ein Hubschrauber für einen Monat ausgeliehen wird. Dies soll sicherstellen, dass Hilfsgüter in entlegene Gegenden gebracht werden können.
"Wir hätten gerne den Einsatz früher begonnen", sagt Marie-Josée Jacobst. Aber derzeit sind die Flugkapazitäten nach Pakistan derart ausgebucht, dass die erste freie Transportmaschine erst für den 19. September zu bekommen war.
Inklusive der Geldzahlungen für die Nothilfe beträgt der Beitrag der Luxemburger Regierung für Pakistan zwei Millionen Euro.