Von Lis Dahm
Am Dienstag fand auf der „Schueberfouer“ die siebte Ausgabe des Bürgermeistertages statt. Für den guten Zweck banden sich fünfzehn Bürgermeister ihre Servierschürzen um und verrichteten fünf Stunden lang in zehn verschiedenen Restaurationsbetrieben „Dienst am Bürger“. Ihr „Gehalt“ in Höhe von je 250 Euro wird vollständig an das Luxemburger Rote Kreuz gestiftet.
Seit dem ersten Bürgermeistertag im Jahr 2004 hat sich die Anzahl motivierter Bürgermeister und mitwirkender Restaurants fast verdoppelt. Der Erfolg der nun schon traditionellen Aktion war auch in diesem Jahr wieder mehr als sichtbar und das zahlreich erschienene Volk konnte sich von den Kellnerkünsten der mehr oder weniger geübten Gemeindeoberhäupter überzeugen lassen.
Vor der Arbeit hatten die Politiker noch die Gelegenheit, sich bei einem Rundgang einen Eindruck von der Schobermesse zu verschaffen, ehe sie sich dann eine Schürze mit dem Namen ihrer Gemeinde umbanden und loslegten. Der bereits routinierte Stadtbürgermeister Paul Helminger hat es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, am Bürgermeistertag teilzuhaben. Mit seiner Arbeit in der „Friture Armand“ gehe er konkret dem Dienste am Bürger nach, dem er seiner Meinung nach als Bürgermeister verpflichtet sei.
„Wir sind da, um den Bürgern das Leben zu vereinfachen und das Servieren auf der Schobermesse steht symbolisch für diese Aufgabe“, so das Gemeindeoberhaupt. Fleißig am Werk zeigte sich ebenfalls Marie-Josée Frank, Bürgermeisterin von Betzdorf. Im „Grillpalast“ hantierte sie gekonnt mit Speisen und Getränken. Doch ihre Erfahrung kommt nicht von ungefähr: Sie sei bereits seit dem ersten Bürgertag im Jahr 2004 mit von der Partie und habe auch schon früher in Vereinen beim Servieren geholfen, erklärt die Bürgermeisterin. Grund für ihren Einsatz liege darüber hinaus weitgehend darin, dass das Rote Kreuz unterstützt werde und dass sich bei Aktionen wie dieser stets viele Leute aus ihrer Heimatgemeinde auf der „Fouer“ einfänden. Zum fünften Mal tätig war in diesem Jahr der Bürgermeister von Mamer, Gilles Roth.
Er freute sich vor allem, in einem Restaurant – dem „Chalet Kugener“ – servieren zu dürfen, das einer Bürgerin seiner Gemeinde gehöre. Auch Jeannot Jean-Paul (Küntzig/Chez Irène), Marc Lies (Hesperingen/Friture Armand), Roger Weber (Schengen/Friture Armand), Alex Bodry (Düdelingen/La Sapinière), Raymond Weydert (Niederanven/La Sapinière), Roby Biewer (Bettemburg/An der Flesch), Romain Adam (Kopstal/Friture Henriette), Tilly Metz (Weiler-la-Tour/Chalet Kugener), Ali Kaes (Tandel/Chalet Kugener), Georges Engel (Sassenheim/Pavillon Schweitzer), Jean-Pierre Klein (Steinsel/Beim Schla'wiener) und Lucien Majerus (Ulflingen/Friture Joslet) stellten gestern ihre Servierkünste unter Beweis.