(vb) – Mit noch mehr Händlern und fünf Kilometern Verkaufsständen geht die Braderie in Luxemburg-Stadt in eine neue Auflage. Am nächsten Montag, dem 30. August, werden wieder Tausende Schnäppchenjäger im Bahnhofsviertel und der Oberstadt erwartet.
Die "Stater Braderie" ist eine Institution im Land: Von Schuhen bis zur Bettwäsche, vom Kochbuch bis zum Kühlschrank gibt es dort alles, was man im Haushalt braucht. "Viele Familien profitieren von den günstigen Preisen auf der Braderie, um sich komplett neu einzukleiden", erklärt Corinne Cahen, Präsidentin des städtischen Geschäftsverbands.
Mit insgesamt 400 Verkaufsständen hat sich die Luxemburger Braderie zum zweitgrößten Straßenverkauf in Europa entwickelt. Nur die Braderie in Lille ist noch größer. Aus dem ganzen Land und aus der Großregion kommen die Kunden, um pünktlich zur Eröffnung um 8 Uhr zuzuschlagen. Wenn abends um 18 Uhr die Stände schließen, sind viele von ihnen mit Kartons und Tüten voller Einkäufe beladen.
Corinne Cahen weist darauf hin, dass auch nach Feierabend noch lange nicht Schluss ist. In der Rue Glesener findet bis 22 Uhr die "Braderie Party" mit Live-Musik und Bewirtung in großen Zelten statt. Wer sich von der anstrengenden Shopping-Tour ausruhen will, kann auf die vielen Restaurants, Terrassen-Wirtschaften und Bierstände zurückgreifen.
Bürgermeister Paul Helminger lobte den städtischen Geschäftsverband für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Die Anwohner in Oberstadt und Bahnhofsviertel bat Helminger um Verständnis, wenn einen Tag lang die Straßen für den Verkehr gesperrt sind.
So fahren die Busse am Montag nicht zwischen Bahnhof und dem Stadtzentrum. Helminger empfahl den Pendlern, zu Fuß zum Bahnhof oder zum Centre Hamilius zu gehen; Senioren und Gehbehinderte können einen Pendelbus benutzen.