(vb) – Nach dem ersten Wochenende hoffen die Schausteller auf der Schueberfouer auf drei Wochen mit guten Geschäften. Bei den Preisen der Fahrgeschäfte hat die Stadtverwaltung indessen auf die Bremse getreten.
Bei sonnigem und trockenem Wetter war das erste Wochenende der Schueberfouer recht gut besucht. Trotzdem, meint Roger Pelzer, Präsident der Schausteller, sei es noch zu früh, um eine Bilanz zu ziehen. Um Verständnis warb er, wenn einzelne Fahrgeschäfte die Preise erhöht hätten. Vor allem junge Leute hätten sich am Wochenende darüber beschwert, meinte Pelzer und fügte als Erklärung hinzu: "Die Schausteller müssen auch auf ihre Kosten kommen", meinte er.
Die Stadt Luxemburg hat unterdessen einige Besitzer von Fahrgeschäften aufgefordert, sich bei den Preisen zu mäßigen, damit die Schueberfouer für Familien und Jugendliche nicht zu teuer wird. "Einige Schausteller haben das eingesehen und die Preise gesenkt", erklärt Marc Weydert, der bei der Stadt Luxemburg für die Organisation der Fouer zuständig ist. Nur bei der Gastronomie seien der Stadt die Hände gebunden – wegen des Mindestlohns und hoher Hygiene-Auflagen müssten die Wirte ein gewisses Preisniveau verlangen.
Kurioserweise war es der städtische Beamte Weydert und kein Schausteller, der gegen Bürokratie auf der Kirmes wetterte. Zu viele Vorschriften würden die Schausteller vertreiben, meinte Weydert. "Die Städte sollten eine Kirmes als traditionsreiches, freudiges Ereignis und nicht als notwendiges Übel ansehen", bekräftigte er.
Angesichts der Ausmaße des Glacis-Felds könnten auf der Schuberfouer keine Riesen-Achterbahnen stehen, erklärte Weydert. Mit dem diesjährigen "Höllenblitz" sei das Maximum erreicht. "Noch größere Fahrgeschäfte können wir einfach nicht stellen."
Gegenwärtig arbeitet Weyderts Abteilung daran, die Schueberfouer noch umweltfreundlicher zu machen. Schon jetzt falle viel weniger Müll an als bei gleich großen Jahrmärkten in anderen Ländern, hieß es. Nach Möglichkeit solle im nächsten Jahr ein Pfandsystem für Getränkebecher eingeführt werden, damit die Einweggefäße verschwinden.
Der hauptstädtische Schöffe Xavier Bettel wies darauf hin, dass die Nahverkehrs-Angebote für die Fouer rege angenommen würden. So sei zum Beispiel der Park&Ride-Platz auf dem Kirchberg gut ausgelastet gewesen. Weil es am ersten Wochenende zu zahlreichen Taschendiebstählen gekommen war, empfahl Bettel den Besuchern, gut auf ihre Handtaschen und Portemonnaies aufzupassen.
Die nächsten Termine auf der Schueberfouer:
Dienstag, 24. August, Bürgermeistertag
Mittwoch, 25. August, Familientag mit ermäßigten Preisen
Montag, 30. August, Braderie