29.07.2010 15:59 Uhr




Romain Schneider
Dreipunkteplan für die Landwirtschaft
Ernte 2010 unter schlechten Vorzeichen

(str) - Direkte staatliche Hilfen, mittelfristige Kostensenkungen und ein Agrargipfel im Oktober, das sind die Maßnahmen, die die Regierung zur Unterstützung der Landwirtschaft ergreifen will. Konkrete Zahlen werden aber noch nicht genannt, denn diese will das Landwirtschaftsministerium erst nach der Getreideernte festlegen – und die kündigt sich schlecht an.

Der ganze Agrarsektor habe stark unter der Krise 2009 gelitten und deshalb habe die Regierung auch keine Sparmaßnahmen ergriffen, die der Landwirtschaft zu Lasten fallen könnten, betonte der zuständige Minister Romain Schneider am Donnerstagnachmittag.

Als kurzfristige Hilfestellung sollen den Landwirten vor allem staatliche Zuzahlungen bei den sozialen Abgaben und der Mehrwertsteuer zugestanden werden. Während diese Maßnahmen bislang nur dem Milchsektor zu Gute kamen, sollen sie künftig auf die gesamte Agrarbranche ausgeweitet werden.

Zur Kostensenkung soll auch ein Sondertarif für Wasser und Abwasser beitragen. Zudem sollen Landwirte ungeachtet ihrer Wohngemeinde landesweit den gleichen Wasserpreis zahlen. Mittel und langfristig Kosten sparen will man mit vereinfachten und schnelleren Prozeduren bei den Umweltauflagen. Sowohl die Landwirtschaft wie auch der Staat würden hiervon profitieren, meint Romain Schneider.

Im Oktober sollen dann Vertreter aller Agrarbranchen ihm Rahmen eines Agrargipfels mit Premier Juncker, Finanzminister Frieden und Landwirtschaftsminister Schneider zusammentreffen. Der Inhalt der Gespräche sei stark von den Ernteergebnissen 2010 abhängig – und diese kündigen sich aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit sehr schlecht an, hieß es.

Ihre Meinung zum Thema

( 2 )
  • Guy Duesseldorf meint:
    30.07.2010, 14:35 Uhr
    ....5.386.240 Euro für Luxemburger Filmproduktionen....
    wann daat fir t'Landwirtschaft wir, da géif nees hei vill diskutéiert gin..., mee esou...!
  • A. Bender meint:
    29.07.2010, 18:20 Uhr
    Lo geet et erem un mat "Ernteausfall" durch daat drechent Wieder.
    Wees den H. Schneider net daat dei meescht Baueren dogeint versechert sin???
    Dann de Waaserpreis: Normal Leit kennen mussen kräfteg blechen fir de Gaart ze netzen an mussen souguer doropper Oofwaassertaxe bezuehelen, an d´Baueren kreien elo rem eng Extrawuurscht!
    D´Gemengen mussen käschtendeckend schaffen, jo, mee d´Groussverbraucher sin Baueren op den Dierfer, an dofir mussen nei Leitungen geluecht gin an nei Bassengen gebaut gin, an daat kascht Geld. Daat kann dann den Privatmann mat sengem deieren Waasserprais bezuehlen, während de Bauer erem e "Sondertarif" kritt.
    An ech kreien net mol en extra-Compteur ouni Oofwaassertaxe fir meng Baussen-Krinn, vu wou aus ech de Gaard bewässeren!