(jot) - Die Gen-Kartoffel Amflora wird in Luxemburg nicht angepflanzt werden und nicht auf den Markt kommen. Dies kündigte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo in einem Interview mit dem Luxemburger Wort an.
In einer Pressemitteilung am Mittwochmorgen begründet das Gesundheitsministerium, warum Luxemburg die Schutzklausel bei der Kartoffel angewandt hat. Da Amflora ein Resistenz-Gen gegen Antibiotika enthält, könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Gen-Kartoffel schädlich für die Gesundheit sei.
Die Europäische Kommission hat im März dieses Jahres nach gut drei Jahren Prüfung grünes Licht für den Anbau der Pflanze des Chemiekonzerns BASF gegeben. Gegner der Kartoffel befürchten, dass das in der Pflanze enthaltene Resistenz-Gen gegen Antibiotika die Wirksamkeit von bestimmten Medikamenten beeinträchtigt.
Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo machte gegenüber dem Luxemburger Wort deutlich, dass er gentechnisch veränderten Organismen skeptisch gegenübersteht. „Luxemburg sollte eher auf saubere biologische Vertrauensprodukte setzen. Als kleiner Raum sollte ein Land extrem vorsichtig sein gegenüber Organismen, die seine Bemühungen, saubere Produkte zu garantieren, zunichte machen können. Auch unter meinen Vorgängern gehörte Luxemburg zu dem Lager, das auf das Vorsorgeprinzip setzte“, so Di Bartolomeo.