(jw) - Im Jahr der Wirtschaftskrise haben die größten Luxemburger Betriebe ihren Mitarbeiter-Stab verringert. Das geht aus der Statistik der “wichtigesten Luxemburger Betriebe” hervor, die das nationale Statistikamt Statec am Dienstag veröffentlichte. Die Cactus-Gruppe eroberte wieder hinter ArcelorMittal den zweiten Platz in der Personal-Rangliste.
Besonders stark machte sich die Krise beim nach wie vor größten Luxemburger Arbeitgeber ArcelorMittal bemerkbar. Der weltweit größte Stahlhersteller beschäftigte am 1. Januar 2010 in Luxemburg 6.170 Personen und damit 370 weniger als im Vorjahr. Besser schnitt die Warenhaus-Kette Cactus ab, die ihr Personal um 50 Mitarbeiter verstärkte und damit wieder nach Platz drei im Vorjahr zum zweitgrößten Arbeitgeber in Luxemburg aufstieg.
Cactus verdrängte Dexia-BIL auf den zweiten Platz. Bei der Dexia-Bank wurden der Statistik zufolge 160 Arbgeitsplätze abgebaut. Insgesamt fielen die Mitarbeiter-Zahlen bei allen Banken im Top-20-Bereich der Luxemburger Unternehmen. Einzige Ausnahme war die Sparkasse, die zehn Mitarbeiter mehr einstellte. Deutlich hinzu legte die Eisenbahngesellschaft CFL, die ihr Personal um 100 Personen auf 3.490 steigern konnte (Platz 5).
Auf dem Vormarsch ist in Luxemburg die Security-Firma G4S, die mit 1.590 Mitarbeitern mitlerweile den 14. Platz belegt. Im Jahr 2008 lagen die Spezialisten für Geldtransporte noch auf Rang 17.