Wahlen
04.05.2009 18:41 Uhr, aktualisiert 07.05.2009 11:18 Uhr

Welcher Kandidat passt zu mir?

(rar) - Die Parlaments- und Europawahlen beschäftigen auch die Forscher der Universität Luxemburg. Gleich zwei Projekte stellten sie am Montag vor. Dabei wollen sie sowohl das politische Verhalten der Bevölkerung vor dem Urnengang als auch die Wahlresultate vom 7. Juni wissenschaftlich untersuchen.

Die Idee der Internetseite www.smartvote.lu (online verfügbar ab dem 7. Mai, auch per Direkt-link auf wort.lu) ist denkbar einfach: Den Kandidaten für die Parlamentswahlen wurden Fragen zu zentralen Bereichen der Politik gestellt und in einer Datenbank gespeichert. Die Internetnutzer können die gleichen Fragen online beantworten.

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smartvote - Wähler sucht Kandidat
smartvote - Wähler sucht Kandidat
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smartvote - Wähler sucht Kandidat
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Via Computervergleich zum politischen Profil

Aus dem Computervergleich der Aussagen ergeben sich politische Profile. Je höher die Übereinstimmung, desto eher passen Kandidat und Wähler zusammen. Das Beantworten der 38 Fragen dauert nur wenige Minuten, die Ergebnisse kann man sich als Karte oder Netzdiagramm anzeigen lassen.

Da der Profilerstellung nicht die Parteiprogramme, sondern individuelle Meinungen und Positionen zugrunde liegen, können sich durchaus unterschiedliche Sichtweisen zwischen Partei und Kandidat ergeben.

Damit trägt „smartvote“ einer Besonderheit des luxemburgischen Wahlrechts Rechnung, dem so genannten Panaschieren. Dabei kreuzen Wähler nicht eine Parteiliste an, sondern verteilen ihre Stimmen auf bevorzugte Kandidaten, mitunter auch von konkurrierenden Listen. Auf Wunsch kann der Nutzer sich seine eigene politische Position auf dem Parteienspektrum anzeigen lassen. Basis hierfür sind die offiziellen Parteiprogramme.

Die Webseite smartvote.lu ist in vier Sprachen verfügbar und frei zugänglich, also nicht nur für eingeschriebene Wähler. Das Projekt wird vom Forschungsfonds unterstützt und entstand in Zusammenarbeit mit der Universität Bern. Ziel der Forscher ist es, zu verstehen, wie sich die Bevölkerung zur Politik allgemein und zu politischen Inhalten stellt.

"smartvote" ist keine Wahlempfehlung

Als Wahlempfehlung wollen die Uni-Wissenschaftler „smartvote“ auf keinen Fall verstanden wissen. Zu den Europawahlen gibt es zudem eine gesonderte Internet-Seite. Auf www.euprofiler.eu kann man die eigenen Überzeugungen mit denen aller Parteien in der EU vergleichen.

Bei einem weiteren Wahlforschungsprojekt der Uni Luxemburg wird die Funktionsweise des politischen Systems untersucht. Für „Elect 2009“ werden Umfragen vor und nach dem 7. Juni statistisch ausgewertet, aber auch 6.000 Wahlzettel der Parlaments- und 3000 Wahlzettel der Europawahlen. Auftraggeber dieser Studie ist die Abgeordnetenkammer.

Ihre Meinung zum Thema

( 2 )
  • Fabrice Scholtes meint:
    08.05.2009, 06:35 Uhr
    Mir ass et d'selwecht gaangen.
    Ech si bei der ADR erauskommt. Daat ka jo net sin.
    Entweder sin se bestach oder si kennen näischt oder daat Ganzt ass zevill "intellektuell".
    Ech hun zwar ömmer fir de Köppe Jhemp gestömmt, mat daat war Persoune-bezunn ann net Parteilech.
  • Karl Mustermann meint:
    07.05.2009, 11:44 Uhr
    laut smartvote.lu passt d'ADR am beschten zu mir, wat menger meenung no quatsch as.
    demno verweisen ech gär op hir eegen ausso: "Als Wahlempfehlung wollen die Uni-Wissenschaftler „smartvote“ auf keinen Fall verstanden wissen."
    ech hoffe jhust, dass net zevill leit sech vun deem site beaflosse lossen. 't ass awer flott gemaach...