(hay) - Vom Akademiker über den Büroangestellten bis hin zum Arbeiter: Eine Angsterkrankung kann jeden treffen – und das in jedem Alter.
Behandelt werden können Menschen, die an Angststörungen leiden, beispielsweise im „Laboratoire des troubles émotionnels“ (Late) im „Centre hospitalier de Luxembourg“ (CHL).
Auch können Betroffene Selbsthilfegruppen aufsuchen, wie zum Beispiel die gemeinnützige Vereinigung „Lëtzebuergesch Angschtstéierungshëllef“ (L.A.S.H. asbl), die 1997 gegründet wurde. Sie richtet sich an Menschen, die an einer Angststörung, Panikattacken, Phobien oder auch Zwängen leiden und auf der Suche nach einem Erfahrungsaustausch, Unterstützung, Hilfe und Information durch andere Leidensgenossen sind.
Derzeit gibt es bei der L.A.S.H. asbl drei Selbsthilfegruppen, zwei davon in Esch/Alzette und eine in Walferdingen. Pro Gruppe nehmen jeweils knapp zehn Hilfesuchende teil: „Wir zeigen den Menschen hier, was man gegen eine Angststörung tun kann und wie man mit ihr umgehen sollte“, sagt Paul Thillmann, Präsident der Vereinigung.
Auch wenn die Teilnahme an den Gruppengesprächen für den Betroffenen freiwillig ist, so legt die L.A.S.H. asbl auf einen Aspekt viel Wert: „Eine kontinuierliche Teilnahme ist sehr wichtig. Das stärkt letztlich eine Gruppe“, meint Thillmann. Wenn auch eine Teilnahme an der Selbsthilfegruppe zwar keine Therapie ersetze, so könne sie doch zumindest eine hilfreiche Ergänzung sein.
Neben den wöchentlichen Gruppentreffen unternimmt die Selbsthilfegruppe L.A.S.H. asbl auch Konfrontationsübungen, in denen zum Beispiel ein Restaurant besucht wird. Für jemanden, der sich vor geschlossenen Räumen und vielen Menschen fürchtet, kann dies eine große Herausforderung sein, weiß Thillmann.
Ferner bietet die L.A.S.H. asbl telefonische Beratungen an - sowohl für Betroffene, als auch für Angehörige - , ist mit Informationsständen bei diversen Veranstaltungen, wie zum Beispiel auf Messen, vertreten und unterhält Kontakt zu Kliniken, Therapeuten, Ärzten und Psychologen.