(vb) – Die Pläne für das nationale Fußballstadion und das angeschlossene Einkaufszentrum in Liwingen konkretisieren sich. Wie FLF-Präsident Paul Philipp am Donnerstag sagte, soll das Stadion Platz für 10 000 Zuschauer bieten und hochkarätigen Spielen vorbehalten sein.
Das Stadion soll in Liwingen (Gemeinde Roeser) unmittelbar an der Düdelinger Autobahn gebaut werden. Der Verkehr wird dann von der Ausfahrt Liwingen über einen Kreisverkehr auf die Parkplätze geleitet. Die Autobahn A 3 wird dafür in Höhe Liwingen auf drei Spuren für jede Richtung erweitert. Auch mit dem Zug wird das neue Stadion erreichbar sein: Die Bahnlinie verläuft nur ein paar Schritte entfernt von der 15 Hektar großen Fläche.
Bei der Präsentation des Projekts am Donnerstag unterstrich Paul Philipp, dass das Fußballstadion nach den aktuellen Normen der Fifa und der Uefa gebaut wird, was die sportlichen Bedingungen und die Sicherheitsbestimmungen angeht. Beim Stade Josy Barthel gab es immer wieder Beanstandungen bei internationalen Begegnungen.
Laut Philipp soll das Stadion für "große sportliche Begegnungen" genutzt werden. Viele Termine kommen also nicht in Frage: Die Spiele zur Uefa-Cup- und Champions-League-Qualifikation, Heimspiele der Nationalmannschaft und das Finale der Coupe de Luxembourg. In den normalen Spielbetrieb der Nationaldivision soll das Nationalstadion dagegen nicht eingebunden sein. Es könne außer für Fußball noch für Rugby-Spiele verwendet werden, hieß es.
Überregionale Bedeutung soll das angeschlossene Geschäftszentrum bekommen. Hier soll sich laut Sportminister eine "Outlet Mall", also eine Ladengalerie für Markenartikel zu reduzierten Preisen, ansiedeln. "Außerdem rechnen wir mit Geschäften, die thematisch zu dem Sportzentrum passen, also Sport- und Freizeitgeschäfte und Fitness-Studios. Außerdem soll ein Gartenfachmarkt dort einziehen", sagte Krecké.
In zwölf Monaten sollen die Genehmigungen für das Nationale Fußballstadion erteilt sein. Die Bauzeit beträgt drei Jahre. Für das Stadion selbst werden Baukosten von 20 bis 25 Millionen Euro veranschlagt. Der gesamte Komplex mit dem Einkaufszentrum kostet nach derzeitigen Schätzungen 225 Millionen Euro. Das Projekt geht auf eine rein private Initiative zurück und wird vollständig von einem Investor finanziert. Der Fußballverband FLF ist nur in die Verwaltung des Stadions eingebunden.