(raz)- In der Unterführung eines Radweges unter der Autobahn A4 an der Auffahrt Foetz wurden am Samstagnachmittag drei Leichen in einem Auto entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass die drei Unglücklichen am Freitag vom Hochwasser überrascht wurden und ertranken, als sie eine Abkürzung nehmen wollten.
Gegen 16.30 Uhr meldete am Samstag ein Zeuge der Polizei, dass in der Unterführung ein Auto unter Wasser stehe und sich vermutlich mehrere Tote im Fahrzeug befänden. Die Polizei und die Feuerwehr aus Monnerich begaben sich sofort vor Ort und stellten fest, dass sich im roten Renault Clio die leblosen Körper von zwei Frauen befanden. In einiger Entfernung auf der anderen Seite der Unterführung wurde die Leiche eines Mannes gefunden.
Es stellte sich heraus, dass die drei älteren Personen in Frankreich als vermisst gemeldet worden waren. Die beiden Frauen im Auto waren 1941 und 1937 geboren, der Mann im Jahr 1933.
Die Spurensicherung versucht herauszufinden, wie es genau zum Unglück kommen konnte. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die drei Personen eine Abkürzung nehmen wollten, da die Verkehrssituation in dieser Gegend am Freitag sehr schwierig war. Angesichts der sintflutartigen Regenfälle erscheint es der Polizei durchaus plausibel, dass die drei Personen von plötzlich herbeifließenden Wassermassen überrascht wurden. Weiter wird angenommen, dass der Mann, der sich nicht mehr im Auto befand, in Panik Hilfe holen wollte und dabei ebenfalls ertrank.
Vor Ort waren neben der freiwilligen Feuerwehr aus Monnerich, die das Wasser abpumpte und die Leichen sowie das Auto barg, die Polizei aus Esch/Alzette, die "Unité centrale de police de la route", die Spurensicherung des "Service de police judiciaire", der Dienst tuende Substitut sowie der Untersuchungsrichter. Zur Betreuung von Familienmitgliedern waren auch Mitarbeiter des "Groupe de support psychologique" des Zivilschutzes anwesend.