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Tourismusmesse in Berlin
11.03.2010 15:18 Uhr, aktualisiert 11.03.2010 15:33 Uhr

Luxemburger Frauentag auf der ITB

In Berlin präsentierte am Donnerstag Tourismusministerin Françoise Hetto-Gaasch das Großherzogtum – für Andrang auf dem Luxemburger Stand sorgte aber Köchin Lea Linster.

Fern Morbach
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Luxemburger Starköchin auf der ITB
Luxemburger Starköchin auf der ITB
Luxemburger Starköchin auf der ITB
Luxemburger Starköchin auf der ITB
Luxemburger Starköchin auf der ITB
Fotos: Fern Morbach

Sie spricht über die Mettwurst und ihre Terrine, sie schwärmt von der Luxemburger Butter, plaudert über ihren „Bouneschlupp“ und sagt Sätze wie „Es gibt keinen kulinarischen Rassismus.“ Und sie erteilt den 73 auf den Luxemburger Stand bei der ITB gekommenen Journalisten Grundlagenunterricht über das Luxemburger Gastronomie-Selbstverständnis: „Die Luxemburger nehmen sich die besten Sachen aus Deutschland, Frankreich und Belgien und genießen alles zusammen.“



Foto: Fern Morbach
Lea Linster zieht Journalisten und Besucher magisch an - auch beim Show-Cooking auf dem Luxemburger Stand.



Foto: Fern Morbach
Zum ersten Mal auf der ITB dabei: Ministerin Françoise Hetto.



Foto: Fern Morbach
Dichtes Gedränge am Donnerstag kurz nach Mittag auf dem Luxemburger Stand

Show-Cooking mit der Starköchin

Kurz nach 12 Uhr läuft Lea Linster am Donnerstag auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin beim Show-Cooking zur Hochform auf. Auf dem Luxemburger Stand hängen ihr die Pressevertreter an den Lippen und lassen an einem keinen Zweifel aufkommen: In Deutschland ist die Bocuse-d'Or-Gewinnerin ein Star – bekannt aus Funk, Fernsehen und Zeitungskolumnen.

Das Luxemburger Tourismusministerium hat die Starköchin aus Frisingen in diesem Jahr als Botschafterin verpflichtet und schon lange vor dem Beginn der Pressekonferenz am Donnerstag war klar, dass die Rechnung aufgehen würde. So viele Journalisten hatten noch nie auf eine Einladung aus Luxemburg reagiert.

Regionen sind Vergangenheit

Überhaupt findet am Donnerstag in Berlin eine Art Luxemburger Frauentag statt. Zum ersten Mal ist Françoise Hetto-Gaasch als neue Tourismusministerin in die ausgebuchten Messehallen unter dem Funkturm gereist. Sie präsentiert die beiden Schwerpunkte, auf denen in diesem Jahr die Luxemburger Marketingbemühungen liegen werden: zum einen die Gastronomie mit der Expogast-Messe, zum anderen das 25.Jubiläum nach der Unterzeichnung des Schengener Abkommens.

Vor Journalisten aus Luxemburg unterstreicht die Nachfolgerin von Fernand Boden aber auch noch einmal, dass man künftig neue Wege gehen wird. Die Zeit der Vermarktung einzelner Regionen ist endgültig vorbei. „Dem Luxemburg-Gast ist es egal, in welcher Region er seinen Urlaub verbringt,“ sagt die Ministerin. Stattdessen wird der Schwerpunkt auf präzisen Themen wie der Natur, der Kultur, dem Kongresstourismus oder eben der Gastronomie liegen. Auf der ITB können es denn auch alle Gäste nachlesen: Luxemburg ist das Land mit der höchsten Pro-Kopf-Sterne-Dichte.

Abschied aus der Benelux-Halle

Der Luxemburger Stand befindet sich in diesem Jahr in Halle 18 – man hat sich aus der so genannten Benelux-Halle verabschiedet. Der neue Standort, das unterstreicht Pierre Barthelmé aus dem Tourismusministerium, hat gleich mehrere Vorteile. Er liegt in der Nähe eines Haupteingangs, die Besucherströme werden daran vorbei geleitet und die Sichtbarkeit hat sich deutlich erhöht. Vor allem aber war den Luxemburgern in den vergangenen Jahren auch klar geworden, dass ITB-Besucher mit dem Begriff Benelux kaum etwas anfangen können.

Die ITB öffnete am Mittwoch ihre Tore. Bis Sonntag werden rund 170.000 Besucher erwartet. Eine neue Halle, ein neues Konzept, neues Werbematerial – und wie kommt das alles beim Publikum an?

Liz Moris vom „Office national du tourisme“ nimmt jedes Jahr an mehr als 15 Fach- und Publikumsmessen teil. Bereits am Donnerstag sagt sie, der Luxemburger Standortwechsel wirke sich positiv aus. Viele Veranstalter und Touroperator erkundigten sich bereits am ersten Tag, einige reagierten spontan. Gut laufe immer noch alles, was mit Outdoor zu tun habe. Vor allem aber sei in Deutschland der Wissensstand über Luxemburg deutlich höher als in anderen Ländern.




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