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Skiurlaub mit Folgen
25.02.2010 12:52 Uhr, aktualisiert 25.02.2010 13:06 Uhr

Kopfverletzungen, Beinbrüche und Infarkte

Nur wenige Kinder von Heimführungen betroffen



Foto: Shutterstock
Snowboarder riskieren Verletzungen am Oberkörper.

(mk) - Musste die Air Rescue 2009 mehrere Menschen mit schweren Rückenverletzungen, wegen Wirbelfrakturen bedingter Lähmungen und sogar einen Toten nach Luxemburg zurückführen, so verlief die Urlaubssaison 2010 in den Skigebieten laut Aussagen von René Closter, Präsident der "Luxembourg Air Rescue", bisher relativ ruhig.

Dies sei teils auf gute Schneeverhältnisse zurückzuführen erklärte er. Erfahrungsgemäß würden sich die meisten Unfälle bei wenig Schnee ereignen. Das bedeute meist vereiste Pisten und viele Menschen, die sich auf engem Raum in die Quere kommen würden.

Verunglücken würden Männer wie Frauen aller Altersgruppen. Kinder seien kaum von Rückführungen betroffen, da sie vorsichtiger fahren würden und Stürze besser wegstecken könnten. Das Tragen eines Helms würde sich zudem durchsetzen und Kopfverletzungen mindern.

„Die Art der Unfälle hat sich aber drastisch verändert“, berichtet Closter. „Klassische Bein- und Armbrüche haben dank besserer Skiausrüstungen wie Bindungen und Schuhen aber auch mehr Schulungen abgenommen. Heute verzeichnen wir immer mehr schwere Verletzungen am Oberkörper. Eine Folge schneller Carving-Skis oder Trendsportarten wie Snowboard.“

Untrainierte riskieren Herzinfarkt

Regelmäßig müsse die "Air Rescue" auch wegen Schlaganfällen oder Herzinfarkten ausrücken. „Viele untrainierte Urlauber begeben sich nur schlecht vorbereitet auf die Piste und verlangen ihrem Körper in den Bergen Höchstleistungen ab“, so Closter. Der Organismus sei dadurch in den Höhenlagen schnell überfordert.

Ein kurioses Phänomen sei zudem, dass Sonntag bis Dienstag relativ wenige Notrufe kämen, diese aber ab Mittwoch in die Höhe schnellen würden. Die Erklärung: Die meisten Wintersportler würden den Urlaub erst langsam angehen, aber ab Mitte der Woche unvorsichtiger werden und dann immer rücksichtsloser fahren. Auch Alkohol sei oft im Spiel. In der Regel kämen täglich sieben bis zehn Anfragen auf Rückführungen herein, so Closter.

Natürlich werden nicht alle Personen per Lear-Jet heimgeflogen. Ein Großteil der Opfer wird zuerst in Krankenhäusern vor Ort behandelt und anschließend mit einer Ambulanz nach Luxemburg transportiert. Genaues Zahlenmaterial über die Anzahl der Rückführungen liegt noch nicht vor, da man bei der Air Rescue erst nach den Osterferien eine Zwischenbilanz zieht.

Ihre Meinung zum Thema

( 2 )
  • Nic Scheitler meint:
    26.02.2010, 11:19 Uhr
    Wantervakanz mat Skifueren ass haut des Daag's e "MUST"
    Soss ass e keen.(Wann hei drei Flaken Schnéi falen,dann regen mer eis op,well da kann een jo och net Schi fueren.)Un den Kisiko op d'SCH...ss ze falen an domaden seng Gesondheet op Spill setzen denken der vill net.Mä, do kann jo jiddereen machen wéi e wellt.
    Dofir hun mer jo eng CNS an eng Air Rescue.Et freet sech just wat d'Käschten fun deenen ganzen Aktionen sin?
  • Joseph Muller meint:
    26.02.2010, 09:22 Uhr
    - Vill Helmer si bannen net gutt genuch gefiddert, esou datt et Kappverletzungen gëtt duerch den Helm duerch.
    - Wéivill Verletzungen gëtt et bei Schifuerer, déi ouni Helm fueren am Verglach mat deenen, déi en Helm unhunn?
    - Wéivill allgemeng Verletzungen gëtt et bei Schifuerer mat Helm am Verglach mat deenen ouni Helm, déi wahrscheinlech besser oppassen?
    - Wéi ass et mat der Siicht no lénks a rechts bei Schifuerer, déi en Helm unhunn?