(dpa) - Bei der Herrenmode die Herbst- und Wintersaison 2010-2011 ist nach Ansicht des New Yorker Designers Michael Bastian alles erlaubt. „Nichts ist unmöglich. Wir verkaufen keine kompletten Anzüge mehr, da man heute Jackett zu einer Jeans oder einer Khaki trägt. Jetzt ist es cool einen Blazer zu tragen, wenn man ihn locker kombiniert“, sagte der 44-Jährige auf der Fashion Week in New York.
Das könne Männer allerdings auch verunsichern. „Für Männer war es früher viel einfacher, das richtige Outfit zu wählen. Zur Arbeit zog man einen Anzug an und in der Freizeit Khakis oder Jeans mit Polohshirt oder Freizeithemd. Das hat sich komplett geändert.“ Ein Kleidungsstück, dass automatisch „cool“ oder „uncool“ sei, gebe es nicht mehr: „Männer haben keine klare Linie mehr, an der sie sich orientieren können, was man wann trägt. Für junge Männer ist das weniger ein Problem. Sie sind freier in der Auswahl und der Kombination der Einzelteile. Wenn sie einen Schlips tragen, dann nur weil sie es wollen und nicht, weil sie müssen.“
„Männer müssen lernen, dass man Zeit investieren muss, um eine gut sitzende Jeans zu kaufen. Dann hat man auch Spaß daran“, sagte der Designer. "Männer sind kaufen immer die gleiche Marke, wenn sie sich einmal für eine entschieden haben.“
Zu amerikanisch findet der New Yorker seine Entwürfe nicht. „Männer mögen auf der ganzen Welt die gleichen Dinge: Gut sitzende Jeans, perfekt geschneiderte Hemden und ganz einfach Dinge, in denen man sich wohlfühlt.“
Ihm selbst gefallen einfache Dinge am besten: „Wenn eine Jeans einen guten Schnitt und das Polohemd die richtige Länge hat und die Knöpfe in der richtigen Höhe platziert sind. Das sind zwar sehr kleine Details, die aber ein Kleidungsstück zum Lieblingsstück werden lassen.“