(jw) - Auf dem Weg zur belgischen Küste dürften die “Starenkasten” auch den Luxemburger Autofahrern nicht entgangen sein. Doch bislang hat noch keine der sieben automatischen Radarfallen auf den Autobahnen im wallonischen Landesteil Belgiens ein Foto geschossen.
Dies obwohl die Blitzer seit langem einsatzbereit sind. Den Grund liefert der wallonische Minister für öffentliche Arbeiten Benoît Lutgen. Er will nämlich die “Autofahrer nicht überraschen” und die Zonen, in denen kontrolliert wird, klar und deutlich ankündigen. Die Signalschilder seien zwar bestellt, aber bislang noch nicht geliefert worden, gibt der Regionalminister an. Aus diesem Grund wurde auch die einzige funktionierende Radarfalle auf der Autobahn bei Herstal/Lüttich wieder abgeschaltet, hieß es.
Doch selbst wenn die Schilder aufgestellt werden, ist immer noch nicht klar, ob die Geräte ihren Dienst aufnehmen können, denn die wallonische Polizei hat bislang noch keinen Beamten in Dienst, der mit den Blitzerfallen umgehen können. Demnach haben die Autofahrer auf den wallonischen Autobahnen in nächster Zukunft weiterhin keine automatischen Blitzgeräte zu fürchten.
Achtung: Im Gegensatz zum südlichen Landesteil Belgiens besitzt der nördliche Teil (Flandern) eines der dichtesten Radarfallennetze Europas. Dort sind auf einem Straßennetz von 70.000 Kilometern etwa 1.500 Geräte installiert. Und diese funktionieren größtenteils auch.