(vb) – Für Urlauber wird die Einreise in die USA ab diesem Mittwoch teurer. Das Land verlangt von Touristen der meisten europäischen Länder eine Gebühr von 14 Dollar für die elektronische Einreisegenehmigung ESTA.
Die ESTA-Genehmigung brauchen Touristen, die weniger als 90 Tage in den USA bleiben wollen. Sie muss online beantragt und bezahlt werden. Danach ist sie zwei Jahre gültig, sofern in dieser Zeit kein neuer Pass ausgestellt wird. Urlauber können also die Erlaubnis schon vor der Reisebuchung beantragen und in den Feldern Flug und Hotelübernachtung fiktive Daten eingeben. Bei mehreren USA-Reisen behält die Erlaubnis ihre Gültigkeit und muss nicht neu beantragt werden. Für Aufenthalte ab 90 Tagen ist für EU-Bürger ein Visum vorgeschrieben.
Die Kosten für die ESTA-Erlaubnis teilen sich auf in eine "Steuer zur Reiseförderung" von zehn Dollar und vier Dollar Bearbeitungsgebühr. Die Gebühr trifft alle Urlauber, auch Kinder, selbst wenn sie in den USA nur in einen anderen Flug umsteigen wollen.
Tourismusverbände wie etwa der deutsche Automobilclub ADAC kritisierten die neue Abgabe. Es werde eine Gebühr ohne Gegenleistung eingeführt. Mit den geschätzten Einnahmen von 600 Millionen Euro wolle Washington den Haushalt aufbessern.