02.09.2010 11:12 Uhr




Günstige Urlaubsziele im Trend
Am liebsten in die Türkei
wort.lu-Reiseumfrage: Südliches Mittelmeer gerne gebucht

Foto: dpa
Der Renner in diesem Sommer war die Türkei: Hier die Bucht von Alanya mit der berühmten Burg.

(vb) – Wellen, Strand und Sonnenschirm: Im schwülen Juli und im verregneten August hat es die Luxemburger vor allem ans angenehm warme Mittelmeer gezogen. Ob es an der Wirtschaftskrise liegt oder nicht – sie bevorzugten günstige Ziele. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala lag in diesem Sommer die Türkei.

Die Luxemburger sind ein reisefreudiges Völkchen. Kaum eine Nation fährt so oft in Urlaub, kaum jemand lässt sich sein Fernweh so viel kosten. Doch in diesem Jahr scheint sich das Blatt zu wenden. Einer Umfrage von wort.lu bei den größten Reiseveranstaltern des Landes zufolge wählten die meisten Urlauber in diesem Sommer günstige Ziele.

"Der große Renner war in unseren Reisebüros die Türkei", erklärt Mike Van Kauvenbergh, Marketingleiter von Sales Lentz. "Dieses Reiseziel wurde um 30 Prozent häufiger gebucht als im Vorjahr." Auch Klassiker wie Mallorca oder die kanarischen Inseln waren beliebte Ziele. Sie machen einen unverändert hohen Anteil an den Buchungszahlen von Sales Lentz aus. Größter Verlierer dagegen war Griechenland. Die schlechten Nachrichten über Massendemonstrationen, Streiks auf Fähren und Versorgungsengpässe bei Tankstellen und Supermärkten haben ihre Wirkung gezeigt. "Bei Griechenland hatten wir deutliche Einbußen zu verzeichnen", resümiert Van Kauvenbergh.

Schlechte Nachrichten aus Griechenland

Auch bei Luxair Tours lief Griechenland zunächst etwas schwächer, wobei der Rückgang nicht dramatisch ist. "Am Beginn der Saison wurde die Destination um fünf Prozent weniger gebucht. Dann besserte sich die Situation im Land und die Leute buchten wieder etwas mehr, so dass wir jetzt gegen Ende der Saison einen Rückgang von vier Prozent haben", erklärt Luxair-Sprecher Yves Hoffmann.

Bei Luxair Tours ist die tunesische Ferieninsel Djerba das beliebteste Reiseziel. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Mallorca und die Türkei. Besonders ausgeprägt ist bei dem größten luxemburgischen Reiseveranstalter der Trend zu späten Buchungen. "Die Leute entscheiden sich immer kurzfristiger. Sie können damit auch Geld sparen, denn für Last-Minute-Reisen gibt es ordentliche Rabatte", erklärt Hoffmann.

Shooting-Star USA

Auch Nadine Weiten von Voyages Flammang bestätigt den Trend hin zu moslemischen Mittelmeer-Ländern. Tunesien und die Türkei hätten ganz hoch im Kurs gestanden. Und ein Shooting-Star habe es in den Flammang-Reisebüros gegeben: Die USA. Günstige Flüge und attraktive Angebote der amerikanischen Tourismus-Branche haben den Ausschlag gegeben – auch wenn der Dollar schon mal besser stand.

Was die Ursache für den Trend zu günstigen Pauschalreisen ist, darüber kann man nur spekulieren. An der Urlaubskasse allein kann es nicht liegen, denn pünktlich zum Auftakt der Urlaubszeit am 1. Juli kam eine Indextranche. Reisefachleute vermuten eher, dass sich eine Tendenz aus den vergangenen Jahren fortsetzt: kürzere, günstige, dafür aber mehr Urlaubsreisen pro Jahr. Anfang September dürften sich demnach viele Luxemburger noch einmal auf einen Herbsturlaub freuen.

Ihre Meinung zum Thema

( 2 )
  • buttz carlo meint:
    04.09.2010, 00:21 Uhr
    also ech war schon ee puermol an der turkei an ech fannen deen land zwar landschaftlech schein (T'landschaft huet awer Gott an net Tuerken erschaaft). Mais... den recht katastrophal!: iwwerfoellten hotellen ( sie geifen am leifsten nach leit am keller apferschen), Dreckeg!! main Bouf huet eng meningite virale!!!! an der schwemm opgeraaf et haat een schwain an der schwemm gesch... an sie hunn et einfach esou laafen geloos ouni et ze botzen; (hun mer duerno erausfont) Esou nom moto dei schwain sollen an hiren eegenen dreck bleiwen. An iwwerhaapt. Wei ass et meiglech dass esou vill russen dei jo nemmen 100 eur de mount verdengen dohinner gin? Ech erklaeren iech et: een hotel huet plaaz fir zB tausend leit. 200 westeuropaer bezuelen den vollen prais vunn +-1000 Eur/woch. domadden hunn se hir Betriebskaeschten agedeckt. Et bleiwen awer nach 800 plaazen . Dei bradeieren se den russen fir, ech wees net, 150 euro t'woch. Dat heescht an aaner Wieder dass mir Westeuropaer ewei t'pigeonen den aaneren t'vakanz finanzeieren -wan mer dohinner gin. An gleft mer um Buffet iesen se net nemmen fir Honnert eur mais fir 1000 ewei mir!! also mech kreien keng zeng paerd mei dohinner!!
  • benny boudia meint:
    02.09.2010, 13:08 Uhr
    ganz gutt dat doten, schued, datt et ditt Jar souvill bei is gereent huet.