Von Hülya Atasoy
Der Klimagipfel in Kopenhagen steht unmittelbar vor seinem Abschluss. Gegenüber wort.lu zeigte sich der delegierte Umweltminister Marco Schank am Donnerstagmittag zuversichtlich. Ein weitreichendes und verbindliches Abkommen sei trotz aller Polemiken immer noch in greifbarer Nähe.
"Es gibt durchaus Hoffnung für eine Einigung, auch wenn es zurzeit so aussieht, als würden sich die Verhandlungen nicht vom Fleck bewegen. Wir arbeiten jedoch mit Hochdruck daran, die Weichen für ein globales Klimaschutzabkommen zu stellen. Wichtig ist hierbei vor allem, China und die USA mit ins Boot zu kriegen", sagt Schank, der sich sicher ist, eine "lange Nacht vor sich zu haben".
Seit Tagen also rauchen schon bei den Delegierten im „Bella Center“ die Köpfe, während draußen – vor dem Messezentrum – Klima-Aktivisten immer wieder aufs Neue für ein weitgehendes Klimaschutzabkommen und vor allem für Klimahilfe an ärmere Länder demonstrieren. Erst am Mittwoch wurden erneut zahlreiche Protestler festgenommen, die das Konferenzgebäude stürmen wollten.
"Von den Demonstrationen selbst bekommen wir hier drin nichts mit", sagt Schank. Das Konferenzgebäude sei nämlich gut abgeriegelt. Zudem durchlaufe jeder Gipfel-Teilnehmer viele Sicherheitskontrollen. Einzelne Journalisten hätten sogar bis zu acht Stunden warten müssen, bis ihnen der Zutritt in das Bella-Center gewährt wurde.
Daneben wurde laut Schank die Zahl der ONG-Mitglieder, die an dem Gipfel teilnehmen durfte, beschränkt – am Mittwoch auf 1.000 und am Donnerstag auf knapp 100 Personen. "Für die Dänen ist es sicher nicht einfach, das alles im Griff zu behalten", erklärte der delegierte Umweltminister.
Zur Info: Insgesamt sieben Personen gehören der Luxemburger Regierungsdelegation, die zurzeit in Kopenhagen weilt, an. Premierminister Jean-Claude Juncker wird am Donnerstagabend in der dänischen Hauptstadt eintreffen. Er wird dann, gemeinsam mit den rund 120 Staats- und Regierungschefs, die Schlussverhandlungen über das Klimaabkommen führen.