02.09.2010 09:28 Uhr, aktualisiert 02.09.2010 09:49 Uhr




Bei Washington
Tödliches Ende eines Geiseldramas
Täter stürmte in Hauptquartier des Fernsehsenders "Discovery"

Geiselnahme im Hauptquartier des "Discovery"-Senders
Foto: dpa
Ein vermutlich verwirrter radikaler Umweltschützer hat im Hauptquartier des Fernsehsenders "Discovery" bei Washington drei Geiseln genommen. Er wurde von der Polizei erschossen.

(dpa) - Ein offensichtlich verwirrter radikaler Umweltschützer hat am Mittwoch im Hauptquartier des Fernsehsenders "Discovery" bei Washington drei Geiseln genommen. Er wurde dann rund drei Stunden später von der Polizei erschossen.

Die Geiseln befänden sich in Sicherheit, sagte Bezirkspolizeichef Thomas Manger. Unklar blieb zunächst noch, ob der Täter mit Sprengsätzen bewaffnet war und ihn auch an mehreren Stellen im Gebäude deponierte.

Der 43-jährige Mann hatte die Lobby mit einer Waffe in der Hand betreten. Nach Augenzeugenberichten trug er außerdem mehrere "metallene Behälter" am Körper.

Wie es weiter hieß, hatte sich der Geiselnehmer bereits in der Vergangenheit wütend über den Kurs des umweltorientierten Senders geäußert, der ihm anscheinend nicht radikal genug ist. So prangerte er nach Medienberichten auf einer von ihm eingerichteten Webseite an, dass "Discovery" zur Geburt von Kindern ermutige. Menschen seien aber die "zerstörerischsten, schmutzigsten Kreaturen" auf der Erde.

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