Die Bommeleeër-Affäre

Anklageschrift im "Dossier Bommeleeër"

Das steht in der Bommeleeër-Akte

Das Dokument der Anklage im „Fall Bommeleeër“ hat es in sich. Auf 130 Seiten wird der Rahmen einer regelrechten Staatsaffäre beschrieben, die vor gut einem Vierteljahrhundert Luxemburg in Atem hielt und immer noch nicht aufgeklärt ist.

VIDEO-Interview mit Marc Scheer und Jos Wilmes

"Ënnert de Schwarz-Wäissen wore mir di faarwegst!"

Die Nachricht schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe: Am 25. November 2007 verkündete der damalige Bezirksstaatsanwalt Robert Biever, dass zwei Verdächtige in der Affäre „Bommeleeër“ verhaftet wurden. Schnell wurde bekannt, dass es sich dabei um die beiden Ex-Gendarmen Marc Scheer und Jos Wilmes handelt. Mit dem LW haben Scheer und Wilmes über ihre Verhaftung, die Verhöre und ihren derzeitigen Gemütszustand gesprochen. | Interview: Eric Hamus und Steve Remesch

25 Jahre dauernde Ermittlung abgeschlossen

20 Attentate, zwei Angeklagte, 130 Seiten

Die Anklageschrift im Fall „Bommeleeër“ ist von extremer Brisanz. Auf 130 Seiten werden Ermittlungsresultate, Expertisen und Hintergründe erörtert, die eine Staatsaffäre beschreiben. Die Staatsaffäre...

Affäre „Bommeleeër“

Tatbestände sind nicht verjährt

In dem bevorstehenden „Bommeleeër“-Prozess müssen sich die beiden beschuldigten Ex-Gendarmen, Marc Scheer und Jos Wilmes, wegen 19 Taten verantworten. „Dabei geht es um die verschiedenen Attentate und natürlich die Folgen, die daraus resultierten“, betonte am Freitag Justizsprecher Henri Eippers.

Me Gaston Vogel zur „Bommeleeër-Affäre“

„Die Justiz macht sich doch grundlos lächerlich“

Am Mittwoch kam die Staatsanwaltschaft in den Medien zu Wort, nun reagiert Me Gaston Vogel, der Anwalt eines der in der „Bommeleeër-Affäre“ beschuldigten ehemaligen Mitglieder der „Brigade mobile de la Gendarmerie“. Er wetterte auf Radio DNR: „Die Justiz wird sich blamieren.“

Bommeleeër-Affäre

„Wir bleiben bei der Wahrheit!“

Die „Bommeleeër“-Affäre war auch am Donnerstag noch Gesprächsthema Nummer 1. Nun meldet sich mit Marc Scheer auch einer der Beschuldigten zu Wort. Der ehemalige Gendarm beteuert seine Unschuld.

Affäre Bommeleeër

Gaston Vogel will neue Beweisaufnahme

Wie am Donnerstagnachmittag angekündigt, hat der Anwalt der beiden im Bommeleeër-Dossier beschuldigten Polizisten pünktlich um 9 Uhr am Freitagmorgen Einspruch gegen die Entscheidung der Ratskammer eingelegt. Wie Me Vogel danach betonte, werde dieses Rechtsmittel nicht ohne Folgen für den Prozess bleiben.


Affär Bommeleeër

Grünes Licht für Prozess!

Die Ratskammer des Bezirksgerichts Luxemburg hat am Donnerstag ihre Entscheidung im Bommeleeër-Dossier bekannt gegeben. Den Richtern zufolge gibt es genügend Elemente, um vor der Kriminalkammer einen Prozess gegen die beiden beschuldigten Ex-Gendarmen anzustrengen.



Generalstaatsanwalt reagiert auf neuen „Bommeleeër“-Zeugen

"Vernehmungsprotokoll im Dossier"

"Das Vernehmungsprotokoll des Zeugen, den RTL Télé Lëtzebuerg am Donnerstagabend präsentierte, befindet sich in der Ermittlungsakte", erklärte Generalstaatsanwalt Robert Biever am Freitagvormittag auf Nachfrage gegenüber dem "Luxemburger Wort" – und weist damit die Behauptung jenes Zeugen, eine leitende Polizeibeamtin habe im Jahr 2007 veranlasst, seine Aussage aus "dem Computer zu nehmen", entschieden zurück.






Hochrangige Beamte

Weitere Anhörungen in der „Bommeleeër“-Affäre

Auf Anfrage bestätigte Staatsanwalt Robert Biever dem Luxemburger Wort gegenüber, dass es im Rahmen der „Bommeleeër“-Affäre dieser Tage zu weiteren Anhörungen von verschiedenen Zeugen kam. Bei den Gehörten handelt es sich u. a. um den ehemaligen Chef des „Service de renseignements“ und den früheren Chef der „Sûreté“.

Staatsanwalt Robert Biever im Interview

Licht am Ende des Tunnels

Zur „Rentrée judiciaire“ spricht Robert Biever, leitender Staatsanwalt der Bezirksgerichts Luxemburg, im LW-Interview Klartext: Die Ermittlungen in der „Bommeleeër“-Affäre sollen demnächst abgeschlossen werden, die Untersuchungen zum Absturz der Luxair-Maschine von November 2002 haben entschieden zu lang gedauert.

Bommeleeër

Staatsanwalt auf Konfrontationskurs zur IGP

Staatsanwalt Robert Biever traut der "Inspection Générale de la Police" (IGP) nicht mehr. In einem Brief wehrt er sich dagegen, dass die IGP Ermittlungen in einer besonders peinlichen Angelegenheit aufnehmen soll: Es geht um das Verschwinden von Beweisstücken. Es geht aber auch um fehlendes Vertrauen der Justiz in leitende Polizeibeamte.

„Bommeleeër“-Beweismittel

„Keine Ahnung, wann und wie ...“

Die Aussage von Staatsanwalt Robert Biever, dass 88 der 125 im Rahmen der „Bommeleeër“-Affäre gesicherten Beweisstücke verschwunden sind, erhitzt seit Sonntagabend die Gemüter. Gegenüber dem „Luxemburger Wort“ erklärte der leitende Staatsanwalt, dass er keine Kenntnis davon habe, zu welchem Zeitpunkt zwei Drittel der „Bommeleeër“-Beweismittel verschwunden seien.

Bommeleeër

Zwei Polizisten auf dem Grill

Am kommenden Dienstag ist es ein Jahr her, dass Staatsanwalt Robert Biever eine Aufsehen erregende Pressekonferenz zum Thema Bommeleeër gab. Er trat ein mittleres Erdbeben los. In den vergangenen Monaten war es aber still geworden. In einem Interview mit Télécran bleibt Biever seiner Linie treu. Fraglich sei allerdings, ob es sich bei den beschuldigten Polizisten "um die Drahtzieher" handele.


Rückblick

Das lange Warten

Fünf Monate nach der Pressekonferenz von Staatsanwalt Robert Biever haben sich die Hoffnungen auf neues Licht in der Bommeleeër-Affäre nicht erfüllt.

Bommeleeër-Affäre

"Alles geheim!"

Untersuchungen der parlamentarischen Kontrollkommission zu Stay Behind und der Rolle des Geheimdienstes in den Bommeleeër-Ermittlungen laufen an.

Bommeleeër-Affäre

Nettgen: "Das muss man differenziert sehen"

Der neue Generaldirektor Romain Nettgen spricht im Interview von einem intakten Vertrauensverhältnis zu Justiz und Politik

Reaktion

Ben Geiben wehrt sich: "Es reicht"

Der ehemalige Chef der "Brigade mobile de la Gendarmerie" hat sich am Freitagmorgen in einer Mitteilung an das "Luxemburger Wort" gewandt.

Analyse

Was bleibt vom Geiben-Bericht?

Die jüngsten Aussagen des Geheimdienstchefs lassen auch den Schluss zu, dass der Geiben -Bericht in den vergangenen Wochen überbewertet wurde.

Bommeleeër

Das große Schweigen des CPS

Die Mitglieder des "Comité permanent de sécurité" müssten einiges über die Sprengstoffattentate wissen, meint der heutige Direktor des Gehemdienstes, Marco Mille, in einem Télécran-Interview. | Fern Morbach

Parallel-Ermittler

Dem Täter auf der Spur

Nach den Bombenlegern suchten Journalisten nicht nur in den vergangenen Jahren. Bereits 1985 waren Heerscharen von Reportern fest davon überzeugt, den Tätern auf der Spur zu sein. Ein Blick zurück von Fern Morbach

Parlamentarische Kommission

Geheimdienst unter der Lupe

Drei Berichte des zuständigen Kammerausschusses sollen die Rolle des Geheimdienstes im Rahmen der "Bommeleeër "-Affäre durchleuchtet werden.

Déi Gréng

Grüne Randnotizen zur Bommeleeër-Affäre

"Déi Gréng" haben ihre derzeitige Position zur "Bommeleeër" Affäre bekanntgegeben. Besonders die rezenten Aussagen von Ehrenstaatsminister Jacques Santer werfen Fragen auf.

Bommeleeër-Affäre

Welche Rolle spielte Jos Steil?

Am 10. Oktober 1985 wird ein Verdächtiger im Bommeleeër-Dossier von Geheimdienstlern, Gendarmen und Polizisten beschattet. Der Observierungsbericht, der wort.lu vorliegt, hat es in sich. Insbesondere auf einen BMG-Mann der ersten Stunde, den verstorbenen Jos Steil, fällt durch den "Observationsbericht Nr 33/85" ein schlechtes Licht. | Steve Remesch

Bommeleeër-Affäre

Staatsanwalt bleibt bei seiner Sicht der Dinge

Staatsanwalt Robert Biever gibt sich standhaft. Auch nachdem der ehemalige Polizeigeneraldirektor Pierre Reuland in einer fünfseitigen Pressemitteilung sowie in einem ausführlichen "Wort"-Interview auf die Vorwürfe der Justiz Stellung genommen hat, steht er zum Inhalt seines Schreibens an Justizminister Luc Frieden.

Kommentar

B wie Bommeleeër und Ballspiele

Der abgesetzte Polizeigeneraldirektor Pierre Reuland hat sich zwei Wochen Zeit gelassen. In einem Communiqué und in einem Interview mit dem Luxemburger Wort bezog er jetzt Stellung.

Säuberungsaktion

Rückendeckung für Reuland und Stebens

Der Generaldirektor und der Generalsektretär der Polizei erhielten am Freitagmorgen Rückendeckung von der Polizeigewerkschaft.

Stellungnahme

Pierre Reuland schlägt zurück

Vor zwei Wochen wurden Pierre Reuland und Guy Stebens von ihren Ämtern als Generaldirektor und Generalsekretär der Luxemburger Polizei entbunden. Auslöser waren Vorwürfe von Staatsanwalt Robert Biever. In einer langen Stellungnahme reagierte er am Mittwoch.

Police Grand-Ducale

Generaldirektor und Generalsekretär abgesetzt

Ein Brief von Staatsanwalt Robert Biever habe ihm und der Regierung keine andere Wahl gelassen, sagte Justizminister Luc Frieden gegen 14.45 Uhr in der Abgeordnetenkammer. Man habe beschlossen, Pierre Reuland und Guy Stebens, den Generaldirektor und den Generalsekretär der Luxemburger Polizei, abzusetzen.

Kommentar

Massaker auf Nebenkriegsschauplatz

Mit einem am 24. Januar an Justizminister Luc Frieden geschriebenen Brief hat Staatsanwalt Robert Biever der Politik und der "Inspection générale de la Police" die Show gestohlen. | Fern Morbach

Polizeioffizier verhört

Gedächtnislücken nach 22 Jahren

Vor kurzem verhörte die im Bommeleeër -Fall federführende Untersuchungsrichterin einen weiteren hohen Polizeioffizier. Handelt es sich wirklich um eine neue Entwicklung?

Santer-Bericht zu "Stay Behind"

Luxemburgs Schattenkämpfer

Hausfrauen, Lehrer, Handwerker und Eisenbahner als mit Funkgeräten ausgerüstete Geheimagenten. Drei Kisten mit Waffen in einer Wiese begraben. Das könnten die Zutaten eines spannenden Spionageromans sein. Es sind aber die Details des Berichts von Ex-Premier Santer aus Jahr 1990 zu dem Luxemburger "Stay behind"-Netzwerk. | Steve Remesch

DP zu "Stay Behind"

Dunkelstellen in der Luxemburger Geschichte

Die DP-Abgeordneten Xavier Bettel und Colette Flesch haben die Schaffung eines Untersuchungsausschusses über die Aktivitäten des geheimen "Stay behind"-Netzwerks beantragt.

Oesling 84

Luxemburger nahmen an Manöver teil

Die Regierung Details über das so genannte "Oesling 84"-Manöver bekanntgegeben und die Teilnahme luxemburgischer Armeeeinheiten bestätigt.

Geheimes "Stay behind"-Netz

Kalter Krieg oder kalter Kaffee?

Erneut wird spekuliert über mögliche Zusammenhänge zwischen der Anschlagsserie und einem anderen großen Rätsel der jüngeren Vergangenheit: dem so genannten "Stay behind"-Agentennetz in Luxemburg. | Michel Thiel

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