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Post lagert Telekommunikation aus
10.03.2010 11:47 Uhr, aktualisiert 10.03.2010 13:11 Uhr

Beamte und Angestellte unter einem Dach

In die neue Telefongesellschaft sollen mittelfristig bis zu 450 Mitarbeiter wechseln



Foto: Marc Wilwert
In der neuen Telefongesellschaft arbeiten Angestellte und Beamte zusammen.

(vb) – Ein großer Schritt in Richtung Liberalisierung steht bei der Post bevor: Die Mobilfunksparte LuxGSM und das Festnetzgeschäft der Post werden in eine Aktiengesellschaft ausgelagert. Wirtschaftsminister Krecké lobte die Personalvertreter für den Kompromiss mit der Direktion.

"Das Personal hat großes Vertrauen bewiesen. Nur deshalb konnten die Verhandlungen zum Erfolg geführt werden", erklärte Jeannot Krecké am Mittwoch. In der neuen Gesellschaft, die die Aktivitäten Telefon, Internet und "Tële vun der Post" vereint, werden mittelfristig zwischen 400 und 450 Mitarbeiter zusammengefasst. Am Anfang bringt LuxGSM 200 Beschäftigte ein, 100 Mitarbeiter der Post werden abgesandt.

Der Start für die noch namenlose Firma ist für Ende 2010 vorgesehen. In der neuen Telefongesellschaft arbeiten Beamte und Privatangestellte miteinander – zum Teil auf den gleichen Arbeitsplätzen. Nach und nach werden Beamte, die in Pension gehen, durch Angestellte ersetzt, so dass langfristig alle Mitarbeiter als private Arbeitnehmer beschäftigt sind. Die bisherigen Postbeamten behalten aber ihr Statut und alle Rechtsansprüche. Sie können aber freiwillig in das Angestelltenverhältnis wechseln. Dies sei in einigen Fällen attraktiv, wenn zum Beispiel angestellte Verkäufer Prämien bezahlt bekommen, die Beamte nicht erhalten, hieß es.

Kein privater Teilhaber erwünscht

Wirtschaftsminister Krecké machte erneut deutlich, dass der Staat 100-prozentiger Eigentümer der Telefongesellschaft ist und dies auch bleiben möchte. "Es war nie angedacht, ein Privatunternehmen ins Boot zu holen", sagte er. Die Führungsspitze von Post und Telefonunternehmen ist identisch – sowohl Verwaltungsrat als auch Generaldirektion fungieren in Personalunion.

Verwaltungsratspräsident Gaston Reinesch zeigte sich erfreut über den Kompromiss, dem die Personalvertreter zugestimmt haben. "Die Gespräche waren nicht einfach", sagte er. Generaldirektor Marcel Gross machte auf die Vorteile für die Kunden aufmerksam. Dieser habe nun einen einzigen Ansprechpartner für alle Telekommunikations-Leistungen.

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