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Breitband-Ausbau
09.03.2010 12:41 Uhr, aktualisiert 09.03.2010 13:01 Uhr

Regierung nimmt Post in die Pflicht

Luxemburg soll in den kommenden Jahren deutlich leistungsfähigere Internetzugänge bekommen.

(FeMo) - Die Ziele sind hochgesteckt. Bis ins Jahr 2015 soll es in Luxemburg "für alle" Internetgeschwindigkeiten von 100 Mbits geben. Langfristig sollen sogar 1Gbits erreicht werden.



Foto: Anouk Antony
Ihm gehört die Zukunft: dem Glasfaserkabel.

Zur Veranschaulichung: Wer heute über seinen ADSL-Zugang einen MP3-Song herunterlädt, benötigt im günstigen Fall zwischen sieben und zwölf Sekunden. Spätestens ab dem Jahr 2015 soll das gleiche Lied in weniger als einer halben Sekunde auf die Festplatte des PCs oder Macs rauschen. Ab 2020 könnte der Vorgang dann nur noch einen Wimpernschlag dauern - nämlich 0,06 Sekunden.

Statt Autobahnen in Zukunft Formel-1-Strecken

Bei einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag unterstrichen Telekommunikationsminister François Biltgen und Wirtschaftsminister Jeannot Krecké, wie wichtig das so genannte Hochgeschwindigkeits-Breitband auch für die Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs ist. Biltgen: "In Zukunft benötigen wir im Datenverkehr nicht nur Autobahnen, sondern Formel-1-Strecken."

In den kommenden Jahren soll daher massiv in die Infrastruktur und in die Technik - beispielsweise in Glasfaser-Kabel - investiert werden. Prioritär sollen Industriezonen an das Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden werden. Doch auch die Gemeinden sollen dazu gebracht werden, ihre Orte und Dörfer fit zu machen für den Datenverkehr der nächsten Jahrzehnte. Krecké: "Dadurch macht das Land auch in seiner Wettbewerbsfähigkeit einen Sprung nach vorne."

"Post spielt zentrale Rolle und muss jetzt Gas geben"

Allerdings bleiben auch im Regelwerk Hürden abzubauen. Am Dienstag kündigte das Minister-Duo an, dass der Streit um die so genannte "letzte Meile" hierzulande definitiv der Vergangenheit angehören soll. Jeder Anbieter erhalte künftig zu "einem fairen Preis" (Biltgen) Zugang zu dieser letzten Meile in den Netzen. Jeannot Krecké sprach dabei sogar "von einem Durchbruch".

Bei ihrer Pressekonferenz nahmen die beiden Regierungsvertreter die Luxemburger Post in die Pflicht. Sie spiele eine zentrale Rolle, sie sei jetzt gefordert und müsse bei der Umsetzung der Pläne und Projekte Gas geben. Jeannot Krecké nahm dabei kein Blatt vor den Mund: "Sonst sehen wir uns nach anderen Akteuren um," sagte der Wirtschaftsminister wörtlich. Dabei denkt er unter anderem an LuxConnect.

Ihre Meinung zum Thema

( 3 )
  • r. kochi meint:
    09.03.2010, 21:02 Uhr
    Eng Saach ass menger bescheidener Meenung no sécher, ...

    Den politeschen Wellen der Lëtzebuerger Wirtschaft an Punkto kompetitiver an zukunftsorientéierter Kommunikatiouns-Infrastruktur entgéint ze kommen ass den richtegen Wee.

    D'Auteuren ; also P&T oder och LuxConnect ; sollten awer och vum Staat finanziell ënnerstëtz ginn. Dat wier mer ëm Welten léiwer ewéi Velodromen oder Fussballsstationen déi der wirtschaftlecher Zukunft vum Land net vill bréngen.

    just meng Meenung ...
  • meint:
    09.03.2010, 17:20 Uhr
    D'Post ass zwar an der lescht mat der vitesse eropgaangen hun awer trotzdem nach problemer mat der infrastruktur.

    Bei eis an der stroos ass d'Vitesses eroofgaangen well d'Verbidung un der falscher kescht haengt, a virun 6 maint geschitt guer naischt. Keng chance de provider ze wiesselen well a wirklechkeet d'Post de monopol huet an d'Konkurrenz och nemmen bei der Post connectioun lount.

    Schein zoustaenn sin daat.
  • Ben Segalla meint:
    09.03.2010, 14:45 Uhr
    Nemmen richteg, wann een bedenkt dass an Daitschland schon mindestens 50 mbit/s ze kreien as, an ma hei bei maximal 20 (wat d'Post ugeet) haenken.