wort.lu | Business | "Den Gürtel enger schnallen"
 
Eine Warnung des Chefs der Dexia BIL
05.03.2010 15:39 Uhr, aktualisiert 05.03.2010 18:23 Uhr

"Den Gürtel enger schnallen"

Frank Wagener: "Arbeitslosigkeit wird weiter zunehmen".

(FeMo) - Im vergangenen Jahr erzielte die Dexia-Gruppe ein Netto-Ergebnis in Höhe von rund einer Milliarde Euro und auch in Luxemburg gelang es der zum Beginn der Finanzkrise ins Schlingern geratenen Bank, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.



Foto: Guy Jallay
Frank Wagener: Die Krise ist mittlerweile auch bei den kleinen und mittleren Unternehmen angekommen.

Nach dem Abschluss des Geschäfsjahres verzeichnet die Dexia BIL einen konsolidierten Gewinn von 224 Millionen Euro. Dieses Ergebnis wird unter anderem auf ein weiteres Senken der Kosten zurückgeführt.

Laut Frank Wagener, dem Vorsitzenden des Direktionskomitees der Dexia BIL, hat auch das Jahr 2010 nicht schlecht begonnen. Trotzdem gibt sich Wagener keinen Illusionen hin. In Luxemburg sei die Wirtschaftskrise erst am Anfang - das sagte der Chef der Dexia BIL am Freitag bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes der Bank.

"Krise ist in der allgemeinen Wirtschaft angekommen"

Die Krise sei mittlerweile auch in der "allgemeinen Wirtschaft" angekommen. Nach dem Bau, der Logistik und der Automobilbranche treffe es nun auch die kleineren und mittleren Unternehmen; obendrein gingen die Konsumausgaben zurück.

Die Luxemburger forderte Wagener dazu auf, definitiv den Gürtel "enger zu schnallen". Außer Frage steht für den Chef der traditionsreichen Luxemburger Bank auch, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten hierzulande weiter ansteigen wird.

Die Dexia-Gruppe beschäftigt in Luxemburg derzeit noch knapp 4000 Mitarbeiter. Bis 2011 werden - dies steht seit mehreren Monaten fest - 128 Arbeitsplätze abgebaut. Im Zeitraum 2010/2011 will die Bank 16 neue Mitarbeiter einstellen.



Ihre Meinung zum Thema

( 15 )
  • Florence weimerskirch meint:
    07.03.2010, 20:35 Uhr
    Arbeitslosigkeit wird weiter zunehmen.

    Ich Hàtte da einen Vorschlag: massive Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnabbau. In der BRD spricht man von 28 Stunden pro Woche. Die Steuerzahler, also Lohnempfänger retten die Banken vor dem Konkurs und die Banker retten die Steuerzahler vor der Arbeitslosigkeit. Das ist eine win-win- Situation
  • buttz carlo meint:
    06.03.2010, 20:19 Uhr
    diejenigen die die arbeit von millionen menschen durch ihre casino-zocker mentalitaet im crash verpulfert haben. die vom staat-also von uns allen- mit miliarden gerettet wurden diese leute sagen uns dass wir noch weniger haben sollen. soll ich diesen leuten wirklich sagen was ich von ihnen denke? aber das wuerde sowieso nichts nuetzen, sie werden ja gesetzlich geschuetzt...
  • .. Noni meint:
    06.03.2010, 11:54 Uhr
    @Carlos V.
    Wagner wird es von Ackermann gelernt haben oder kopiert haben!! Wie soll ich denn mein Geld auf die Banken schleppen wenn mir am Ende des Monats nichts mehr übrig bleibt ... aber die Bosse (von verschiedenen Banken) sind ja im Begriff wieder grosse (unglaubliche) Summen unter sich zu verteilen weil Sie angeblich 2009 "gut gearbeitet haben" (mit Milliardenverlusten und Milliardenunterstützungen) ... echt zum kotzen sowas!!
    Wann hört diese Panikmacherei hier auf, spare schon jeden Groschen, Retaurantbesuche sind Seltenheit geworden, einen trinken gehen auch, was bleibt ist schufften gehen bis zum Umfallen ...
  • Philippe Gengler meint:
    06.03.2010, 10:31 Uhr
    Dem Ackermann seng Bank as net vum Staat gerett gin. En plus wou stin dann all dei anner deitsch Banken, Dresdener, Commerz..... an vun den Landesbanken guer net ze schwätzen. Deutschen Bank as esou zimlech dei eenzeg dei ganz ouni Staatshellefen duerch komm as an elo blendent do steet, also waat soll den Verglach do?
  • Nico Berkes meint:
    06.03.2010, 07:01 Uhr
    Bitte sparen , dass Geld da ist ,für, wenn wir wieder
    mal fast Pleite sind.
    Da hat jemand sein wahres Gesicht gezeigt uns normalen Bürger gegenüber.
    Bis 2011 128 Leute auf die Strasse vsetzen und 16 neue einstellen.
    Heisst dies - 128 " normale " Bänker raus und 16 Manager ein.
    So muss man sich heute das Leben vorstellen. Wer an der Quelle , sprich am Geldhahn sitzt segnet sich.
    Frechheit und Dreistigkeit nicht zu überbieten !!!!!
  • Patrick Schanen meint:
    06.03.2010, 02:36 Uhr
    Nicht nur dass die Arbeitlosigkeit zunehmen wird, ist zu bedaueren, sondern vielmehr, dass es keinen einzigen Luxemburger gibt der es wagt ausser mit wagen Worten, hinzudeuten dass es noch schlimmer kommen wird.

    Luxemburg wird in den nächsten Jahren etwa 30.000 Arbeitslose haben.

    Dass wissen auch diejenige die es nicht sagen dürfen, können, oder es wagen.

    Wir können uns aber immer noch weiter Belügen und bestenfalls hoffen.

    Schliesse ich nicht einige lukrative interessante Arbeitsfelder aus, und analysiere ich Objektiv, komme ich seit langen immer auf dass gleiche Fazit.

    Fertig aus, Flache leer, schade drum.

    Nur Leute mit Courage, Menschen mit Übernatürlicher Begabung könnten Wege einleiten, und die Situation einiger Massen stabilisieren.

    (Leute wie ich zum Beispiel)

    Und auch dort, muss ich zugeben, sehe ich wenig Hoffnung.

    Derzeite Wortführer kämpfen selbst ums Überleben, und werden den nächsten Generationen eine Öde Landschaft hinterlassen.

    Eine Landschaft wie die Province de Luxembourg.

    Es ist nicht Aufgabe einer Regierung Arbeitsplätze zu schaffen, eher Rahmenbediengungen, in der jeder, der Arbeiten möchte könnte, dies auch könnte.

    Diese sind meines Erachtens nicht gegeben.

    Vor 10 Jahren habe ich die Situation, in der wir uns heute befinden ,also kurz vor der Pension, arbeitslos zu werden, oder keinen Arbeitsplatz zu finden, gewagt vorauszusagen.

    Des öfteren bendeke ich mir auch, verschiedene Ausagen zu tun, weil ich der Auffassung bin dass mann solche Leute lieber wegsperren würde in Luxemburg.

    Eine Situation in der ich mich derzeitig selbst befinde, wegen Aussagen die stimmen, gegenüber einer der grössten Gesellschaft hierzulande.

    Aussagen die Allgemein, vielen Bürgern bekannt sind, wie auch verschiedenen Administrationen.

    So Scharfsinnig ich auch bin, soweit ich die Welt verstricken kann, sehe ich, keine Hoffnung.

    Sie sagen aber mann könnte doch...

    Nein, mann kann nicht.

    Warum ?

    Weil die Intelligenz Masse in Luxemburg einfach zu gering ist.

    Weil wir an den Weltmärkten vobei Schüler ausgebildet haben.

    Weil, wir uns Seit Jahren mehr mit, Bier und Fussball befasst haben, und zu wenig um unserem Wissen.

    Weil jeder Bürger in seiner Zufriedenheit sich zu wenig Gedanken über die Zukunft machte.

    Hören wir auf uns Goldene Sätze, schömkernde Wörter anzuhören.

    Einige Lösungswege kenne nur ich. Das wissen die wenigen Leute die mich kennen.

    Kein Luxemburger Bürger hat mir je wiedersprochen.

    Am Freitag, machte ich Einkauf, nach dem Abschluss sagte mir der Verkäufer, ob ich noch Zeit hätte, er möchte mit mir ein Kaffe trinken, den es komme Ihm selten vor mit so interessanten Leuten wie mit mir Wort zu führen. Davon möchte er profitieren.

    Den RMG'ist ( Aus Leidenschaft Denker )

    Von der Arbeitsamt Psycologien als zu Intelligent eingestuft.

    Ausserdem Havard Business Review Leser.

    Patrick Schanen
    patrick.schanen@business-solutions.lu
  • V. R. meint:
    05.03.2010, 22:02 Uhr
    De qui se moque t-on ???? Ces propos sont tout simplement écoeurants, eu égard aux bénéfices engrangées par le secteur financier grâce aux aides de l'Etat. La crise sociale est programmée depuis longtemps, mais ce genre de propos risque d'engendrer une révolution violente et inattendue On vous aura prévenus..
  • Peffer Kär meint:
    05.03.2010, 21:45 Uhr
    Den Här Wagener ka jo mam gudde Beispill firgoen a séng Primen zréck gin an én Dél vu séngem Salaire ooftrieden...
  • B L meint:
    05.03.2010, 21:42 Uhr
    HAHA Guter Witz ;) Ein Banker der Millionen an Abfindungen pro Jahr bekommt, rätt den Bürgern sie sollen ihren Gürtel enger schnallen während er in saus und braus das leben geniest ... ist heute bereits der erste April?
  • Jos Faber meint:
    05.03.2010, 20:43 Uhr
    Der Ratschlag von einem nur durch Steuergelder geretteten Bankers den Gürtel enger zu schnallen schlägt wohl dem Fass den Boden aus.

    Das Gleiche gilt für die Ankündigung trotz hoher Gewinne 128 Arbeitsplätze abzubauen !

    Bei der anstehenden Tripartite sollte die Regierung einen Bankensolidarbeitrag (siehe Österreich)einfordern.
  • Reich Paul meint:
    05.03.2010, 20:09 Uhr
    Die Luxemburger forderte Wagener dazu auf, definitiv den Gürtel "enger zu schnallen".

    An den leschten 30 Joer huet dir immens Geld hei verdengt an d'Actionnairen huen Plus-valuen an Dividenden an Milliardenheicht kritt.
    Gitt w.e.g bei äer grouss Actionnairen dei Milliarden Euro huen, dei kennen den Riem mei eng schnallen dei huen sech jo een decke Bauch iwert all dei Joeren gezillt.
  • Christoph Kühnemund meint:
    05.03.2010, 19:36 Uhr
    schliesse mich dem Kommentar von Herrn V. an.
    Eine Unverfrorenheit, so etwas dem Menschen ins Gesicht zu knallen. Man muss sich wirklich überlegen, die Bank zu wechseln,
  • Serge Wolter meint:
    05.03.2010, 19:35 Uhr
    Gürtel enger schnallen (vor allem die Angestellten), Kosten runter, Service teurer (oder ganz abschaffen), noch mehr verdienen und noch mehr Umsatz ins nahe Ausland schaffen (von den Gewinnen, die die luxemburger Filiale des Dexia-Konzern erwirtschaftet, fliesst der grösste Teil ins Konzernmutterland!!!).
  • Carlos V. meint:
    05.03.2010, 18:02 Uhr
    Ein vom Staat geretteter Pleite-Banker fordert die Bürger auf den Gürtel enger zu schnallen. Ein sehr intelligenter PR-Schachzug. Nur Ackermann kann das noch besser.
  • Rene Schmit meint:
    05.03.2010, 16:36 Uhr
    Waat ee Culot! Mir brauchen keng gudd Rotschléi vun engem Banker, deem seng Plaatz mer mat eisen Suen gerett hun.