(FeMo) - Im vergangenen Jahr erzielte die Dexia-Gruppe ein Netto-Ergebnis in Höhe von rund einer Milliarde Euro und auch in Luxemburg gelang es der zum Beginn der Finanzkrise ins Schlingern geratenen Bank, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.
Nach dem Abschluss des Geschäfsjahres verzeichnet die Dexia BIL einen konsolidierten Gewinn von 224 Millionen Euro. Dieses Ergebnis wird unter anderem auf ein weiteres Senken der Kosten zurückgeführt.
Laut Frank Wagener, dem Vorsitzenden des Direktionskomitees der Dexia BIL, hat auch das Jahr 2010 nicht schlecht begonnen. Trotzdem gibt sich Wagener keinen Illusionen hin. In Luxemburg sei die Wirtschaftskrise erst am Anfang - das sagte der Chef der Dexia BIL am Freitag bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes der Bank.
Die Krise sei mittlerweile auch in der "allgemeinen Wirtschaft" angekommen. Nach dem Bau, der Logistik und der Automobilbranche treffe es nun auch die kleineren und mittleren Unternehmen; obendrein gingen die Konsumausgaben zurück.
Die Luxemburger forderte Wagener dazu auf, definitiv den Gürtel "enger zu schnallen". Außer Frage steht für den Chef der traditionsreichen Luxemburger Bank auch, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten hierzulande weiter ansteigen wird.
Die Dexia-Gruppe beschäftigt in Luxemburg derzeit noch knapp 4000 Mitarbeiter. Bis 2011 werden - dies steht seit mehreren Monaten fest - 128 Arbeitsplätze abgebaut. Im Zeitraum 2010/2011 will die Bank 16 neue Mitarbeiter einstellen.