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Bankdaten
08.02.2010 10:38 Uhr

Bankdaten-CD aus Luxemburg angeboten



Foto: Marc Wilwert
Deutsche Steuerfahnder haben offenbar ein Angebot für eine CD mit Bankdaten aus Luxemburg vorliegen.

(dpa). - Die Jagd nach deutschen Steuersündern weitet sich auch auf Luxemburg aus. Steuerfahndern in Bayern wurden jetzt offenbar Daten von deutschen Kunden einer Luxemburger Bank angeboten, berichtet der "Spiegel". Das Angebot werde derzeit geprüft, bestätigte die bayerische Staatskanzlei in München.

Die Entscheidung über den Erwerb liege beim bayerischen Finanzministerium. Ministerpräsident Horst Seehofer habe aber schon darauf hingewiesen, dass dies nur geschehen dürfe, wenn die Daten auf rechtsstaatlichem Wege erworben worden seien.

Nach„ Spiegel“-Informationen handelt es sich um Daten von Kunden einer kleineren Bank in der Schweiz sowie eines Geldinstituts in Luxemburg. Allein aus Luxemburg sollen Daten von mehr als 1000 deutschen Kunden angeboten worden sein. Staatskanzlei und Finanzministerium in München wollten sich dazu nicht äußern. Auch Baden-Württemberg liegt ein Kaufangebot für Steuerdaten vor.

Rechtsgutachten: Datenkauf nicht strafbar

Am Donnerstag hatte Nordrhein-Westfalen die rechtliche Prüfung des Kaufs einer Steuer-CD abgeschlossen. Demnach machen sich die Behörden nicht strafbar - die gestohlenen Beweismittel seien in Steuer- und Strafverfahren verwertbar. Bund und Länder wollen das Honorar des Informanten von 2,5 Millionen Euro je zur Hälfte übernehmen. Auch Bayern will sich an den Kosten beteiligen.

Seehofer hatte sich in der Debatte über den Kauf der Steuersünder- CD für die konsequente Verfolgung von Steuersündern ausgesprochen.„ Wenn die kleinen Leut' ihre Steuern auf Heller und Cent abführen, dann muss der Staat für Steuerehrlichkeit sorgen - gerade in den großen Bereichen.“ Wenn es rechtsstaatlich gehe, sei es eine Selbstverständlichkeit, dass man diese Daten auch verwende.

Ihre Meinung zum Thema

( 9 )
  • Dan T. meint:
    09.02.2010, 12:04 Uhr
    Ech denken mer mol dat "geklauten" Beweiser virun Geriicht iwwerhaapt keng Beweiskraaft hun, och wann dei Donneen dei ob der Cd sin koreekt sin.
  • G. M. meint:
    09.02.2010, 09:39 Uhr
    -@johnni geif ech och mengen.mee do as erem wann zwee dat
    selwecht machen as datnet dat selwecht
  • Marc Kneppel meint:
    09.02.2010, 09:36 Uhr
    Sollen Steieren eroofsetzen datt keen muss Steieren hannerzeien.

    Daat Ganzt kann net sin. Et kann net sin datt den Staat zum Hehler gett ( Rechtsgutachten: Datenkauf nicht strafbar - flott wann een Gesetzer kann esou iwerdeenen ) , et kann net sin datt een strooffrei eppes Geklautenes ubitt an et kann och net sin datt een Steieren net bezillt !

    Dei domm sin wei emmer dei Kleng ! Mir bezuelen daat Ganzt ! Hei geet Alles schief bis et zum groussen Knuppert kennt...an dann fänken mir vun vier un -
  • Johnni Birdie meint:
    08.02.2010, 23:18 Uhr
    Hallo, wann de Deitsche Staat geklaute CDen kaafen kann
    dann ass jo och net verbueden CD-Music an CD- Filmer um Internet erof ze coppeieren, ODER , also déemnaeckst
    këne mir Gaz ginn, ohni bestroft ze ginn.
    Johnni
  • G. M. meint:
    08.02.2010, 22:51 Uhr
    @roger ,wann der zwee dat selwecht machen as net dat selwecht,awann och nach esou eng sauerei as
  • Michel Konrad meint:
    08.02.2010, 21:40 Uhr
    Mal eine praktische Frage : wie geht denn sowas über die Bühne ?
    - So in etwa ?
    Mann überreiche eine cd mit Steuersünder Angaben - zuerst mal ohne Entlönung - zwecks Überprüfung der Verwendbarkeit der enthaltenen Daten. Danach kommt dann die Mitteilung das der Preis weit zu hoch ist für die angeblich fehlende Brisanz der Daten, dann wird gefeilscht wie es Justicia nur so zulässt, die Presse berichtet darüber, dass in Kürze die CD den Eigentümer wechselt aber vorher mûssen noch ein paar Rechtsfragen geklärt werden und dafür bräuche man noch ein weinig Zeit. Unterdessen melden sich hunderte Steuersünder durch Selbsanzeige bei den Steuerbehörden und dadurch sinkt der Preis für die Hehlerware immer weiter ...bis das dann zum Schluss beschlossen wird die CD nicht zu kaufen...
  • Jay Anders meint:
    08.02.2010, 16:15 Uhr
    Wir brauchen keine Angst zu haben, unser Land ist laut Regierung und ABBL kein Steuerparadies, also warum sich aufregen. Bei uns gibt es nichts zu kaufen.
  • M. Laurent meint:
    08.02.2010, 13:17 Uhr
    Ween hät et gewonnert,
    Een Aaf mëscht der 100

    Ween kann do nach widerstoen wann den Deitschen Staat dMilliounen nemmen esou rausschäffelt fier esou CDen ze kreien?
  • Roger Wassedsicht meint:
    08.02.2010, 11:58 Uhr
    Wei kann et rechtlech korrekt sinn dass sech e Staat sech eppes uneegen kann wou "a la base" geklaut gouf ???