Banken
19.09.2009 11:37 Uhr

Havilland ist auf dem Kirchberg angekommen



Foto: Serge Waldbillig
Gestern brachte die Banque Havilland ihren Schriftzug dort an, wo noch vor wenigen Monaten der Name Kaupthing prangte.

(aho) - Es ist das letzte Kapitel der langen Kaupthing-Geschichte in Luxemburg. Am Freitag brachte der neue Eigentümer – die Banque Havilland – ihren Schriftzug dort an, wo noch vor wenigen Monaten das Logo und der Name Kaupthing prangten. Damit soll auch nach außen deutlich werden, dass eine neue Ära begonnen hat und die Vergangenheit ruhen kann.

Die Kaupthing-Gruppe, die nach aggressiven Kreditabenteuern zusammengebrochen war und zwangsverstaatlicht werden musste, riss auch ihre größte Auslandstochter mit in den Abgrund. Kaupthing Luxembourg hatte im Oktober 2008 Gläubigerschutz beantragt und stand fast neun Monate unter der Kontrolle eines Konkursverwalters.

Es war von Beginn an das erklärte Ziel, die Bank zu retten. Es dauerte jedoch länger als erhofft, einen Käufer zu finden. Die Frist für die Rettung der Kaupthing Banque musste sogar verlängert werden. Ende gut alles gut. Am 13. Juli dieses Jahres nahm die Banque Havilland den Betrieb auf.

Der neue Besitzer der Kaupthing ist die Londoner Familie Rowland. Das Familienunternehmen hatte sich Anfang Juni mit den Gläubigerbanken über einen Restrukturierungsplan geeinigt.

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