(dpa). - Die britische Staatsverschuldung hat im Juni einen Rekordstand erreicht. Wie das britische Statistikinstitut am Dienstag in London mitteilte, belief sie sich auf 799 Milliarden Pfund (rund 847 Mrd. Euro). Das sei der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1974 und entspricht 56,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die Verschuldung stieg damit im Jahresvergleich um fast ein Viertel.
Der Anstieg im Vergleich zu Juni 2008 erkläre sich vor allem durch die Rettungspakete für die Banken Northern Rock und Bradford & Bingley. Diese sorgten für Mehrausgaben von 118 Milliarden Pfund, so die Behörde. Zudem seien durch die Rezession die Steuereinnahmen um knapp sechs Prozent gesunken.
Die Netto-Neuverschuldung stieg im Juni auf 13 Milliarden Pfund - das war fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Sie blieb jedoch unter den Schätzungen von Wirtschaftsexperten.