(vb) – Mit Briefkastenfirmen in Luxemburg sollen belgische Unternehmen Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Die Zeitung "Le Soir" berichtet von 400 fiktiven Firmen, mit denen auch Geschäftsführer ihr eigenes Gehalt vor der belgischen Steuer befreit hatten.
Aufgedeckt hat den Skandal der Senator Ahmed Laaouej. Er fordert nun laut "Le Soir" breit angelegte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
Mit Hilfe der Briefkastenfirmen sollen belgische Unternehmer Gewinne zum günstigeren Luxemburger Steuersatz versteuert haben, während Verluste in Belgien anfielen. Auch ihr eigenes Gehalt hätten sich die Direktoren in Luxemburg ausgezahlt und damit im eigenen Land Steuern und Sozialversicherungsbeiträge gespart.