(aho) - Das Unternehmen Stoxx Limited mit Sitz in Zürich bestimmt einmal im Jahr die Zusammensetzung seiner Indizes neu. Als Kriterien spielt dabei vor allem die Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien eine Rolle. Bei der turnusmäßigen Anpassung müssen gleich vier Werte im Stoxx Europe 50 Index ihren Platz räumen, darunter ArcelorMittal.
Der Stahlgigant fiel nach Angaben des Indexbetreibers aus dem Index, weil die Marktkapitalisierung der im Streubesitz befindlichen Aktien gesunken ist. Sie lag zuletzt bei 21,3 Milliarden Euro und damit hinter der anderer Werte. Außerdem von der Anpassung im Stoxx Europe 50 betroffen sind der deutsche Konzern RWE, die spanische Iberdrola und der italienischen Versicherungskonzern Assicurazioni Generali.
Neu aufgenommen werden in diesen vom Marktgewicht her wichtigsten der Stoxx-Indizes das britische Finanzinstitut Standard Chartered, der Braukonzern Anheuser-Bush Inbev, Zurich Financial Services sowie die schwedische Bekleidungskette Hennes & Mauritz.
Wie von Marktteilnehmern zuvor bereits erwartet, schaffte der deutsche Autobauer BMW den Sprung in den Euro Stoxx 50 Index, der im Unterschied zum Stoxx Europe 50 nur die 50 größten Unternehmen der Eurozone beinhaltet. Der kontinuierliche und kräftige Kursanstieg der Aktie hatte diesen Schritt erwarten lassen. BMW verdrängt damit den niederländischen Versicherungskonzern Aegon.
Die Änderungen der Zusammensetzungen werden mit Handelsstart am 20. September wirksam. Die Aufnahme und Verabschiedung aus Indizes kann den Kurs von Aktien deutlich bewegen. Die Manager von Fonds, die sich auf diese Barometer beziehen und sie mit ihren Produkten abbilden, sind verpflichtet ihre Portfolios entsprechend umzuschichten. Generell erhöht die Repräsentanz in einem wichtigen Index die Aufmerksamkeit für ein Unternehmen bei den Investoren. Das Unternehmen Stoxx Limited befindet sich im Besitz der Deutschen Börse und der schweizerischen SIX.