31.08.2010 15:41 Uhr




Aktiengesellschaft sitzt in Luxemburg
Spekulationen um Skype: Cisco soll Interesse haben
Als möglichen Preis nennt das US-Technologie-Blog Techcrunch um die 5 Milliarden Dollar.

Foto: dpa
Geld verdient Skype vor allem mit Anrufen ins Festnetz.

(dpa) - Platzt der Börsengang von Skype und kauft stattdessen der Netzwerkausrüster Cisco den Internettelefonie-Spezialisten? Das US-Technologie-Blog Techcrunch skizzierte das Szenario am Montag. Dabei berief sich Techcrunch auf "eine unserer zuverlässigeren Quellen".

Als möglichen Preis nannte das Blog um die 5 Milliarden Dollar. Das erscheint hoch gegriffen. Das Auktionshaus Ebay hatte den in Luxemburg ansässigen Anbieter für Internettelefonie 2005 für 2,6 Milliarden Dollar von den Gründern übernommen und sich 2009 für 1,9 Milliarden Dollar wieder mehrheitlich von dem Unternehmen getrennt. Eine Investorengruppe um den Internetpionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen schlug damals zu. Die Investoren planen nun einen Börsengang, ohne allerdings bislang Details preiszugeben.

Skype hatte sich für Ebay als teures Vergnügen erwiesen. Die Internettelefonie erreichte nie die Bedeutung, die sich das Auktionshaus erhofft hatte. Es fielen hohe Verluste an. Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos miteinander in Kontakt treten über Sprache, Video und Textnachrichten. Geld verdient Skype mit Anrufen ins normale Telefonnetz.

Wachsende Konkurrenz bei der Internettelefonie

Was Cisco mit Skype sollte, ließ Techcrunch offen. Der Konzern ist bisher vor allem Hardware-Hersteller und dabei sehr erfolgreich. Über seine Router und Switches läuft ein großer Teil des weltweiten Datenverkehrs.

Zumal die Konkurrenz bei der Internettelefonie zunimmt. Auch Nutzer des E-Mail-Dienstes Google Mail können seit Ende vergangener Woche beliebige Telefonnummern im In- und Ausland anrufen. Nach Angaben von Techcrunch soll auch Google Interesse an Skype gehabt, dieses Ansinnen aber wegen zu erwartender wettbewerbsrechtlicher Auflagen wieder verworfen haben.

Skype konnte die Zahl seiner Nutzer zuletzt kräftig steigern auf 560 Millionen Ende Juni. Da auch die Zahl der zahlenden Kunden zulegte, verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 25 Prozent auf 406 Millionen Dollar. Der Gewinn lag aber unterm Strich bei lediglich 13 Millionen Dollar.

Ihre Meinung zum Thema

( 1 )
  • benny boudia meint:
    31.08.2010, 17:59 Uhr
    dat nennen ech Business made in Luxembourg, dat sinn déi richteg Zuelen, endlech fluppt et mol nees. Schluss mat deem gekrisels.