(jw) - Nur drei Monate nach Eröffnung der Flugverbindung von Luxemburg nach Reykjavik mit Anschluss an New York stellt die Billigfluggesellschaft Iceland Express am Donnerstag ihren Dienst in Luxemburg ein. Die Flüge sollen künftig vom Flughafen Frankfurt-Hahn in Deutschland aus starten.
Seit dem 1. Juni hatte das Unternehmen eine dreimonatige Testphase begonnen, in der sich der Luxemburger Flughafen Findel für den Low-Cost-Carrier bewähren musste. An den Passagierzahlen kann es laut dem Direktor von LuxAirport Fernand Brisbois nicht gelegen haben. Diese lagen für die Flüge von Luxemburg nach Rejkjavik bei etwa 100 Passagieren pro Flug. “Es tut mir leid, dass die Gesellschaft Luxemburg verlässt. Wir haben in den drei Monaten viel Geld in Marketing-Kampagnen investiert, um den Bekanntheitsgrad der Verbindung zu steigern”, sagte Brisbois im Interview mit wort.lu.
Allerdings hätte der Luxemburger Flughafen Findel nur wenig Chancen im direkten Vergleicht mit dem Flughafen Hahn, da es sich dort um einen Lowcost-Flughafen handelt. “Wir setzen eher auf Qualität statt auf niedrige Kosten”, erklärte Brisbois. Seinen Aussagen zufolge dürfte auch die bessere Anbindung an den deutschen Markt ein ausschlaggebender Aspekt für die Entscheidung der isländischen Fluggesellschaft gewesen sein, Luxemburg wieder zu verlassen.