Von Kia hat man hier zu Lande während der vergangenen zwölf Monate nur wenig gehört. Einzige wirkliche Neuheit für das Autofestival 2009 ist der kastenförmige Kleinwagen Soul. Neben der wörtlichen Bedeutung „Seele“ soll der neue Name auch auf die genauso ausgesprochene Hauptstadt Südkoreas, Seoul, und damit den Hauptsitz des koreanischen Herstellers anspielen.
Der Kleinwagen ist eine geradlinig gezeichnete Steilhecklimousine mit abfallender Dachlinie. Die kurzen Überhänge und die fast senkrecht verlaufende Heckpartie lassen den Fünftürer kompakt und wendig erscheinen. Für einen Hauch von Sportlichkeit sorgen die hohe Gürtellinie und die betonten Radhäuser. Für die Motorisierung des Fronttrieblers stehen ein Diesel und ein Benziner mit Schalt- und Automatikgetrieben zur Wahl. Die beiden Vierzylinder-Triebwerke basieren auf den 1,6-Liter-Motoren des Kia Cee´d. Beide Motoren leisten 93 kW (126 PS).
Der aktuelle Bestseller im Kia-Modellprogramm ist besagtes Kompaktauto Cee’d, dem vor etwas mehr als Jahresfrist ein schnittiger Kombi-Ableger (Sporty Wagon) sowie ein sportlicher Dreitürer namens Pro_cee’d zur Seite gestellt wurden. Beide Modellvarianten wildern sowohl im heimischen – gemeint ist das Hyundai-Schwestermodell i30 – als auch im internationalen Kompaktsegment, das bekanntermaßen das angestammte Revier europäischer und japanischer Hersteller ist.
Der Pro_cee’d ist jedoch mehr als nur der dreitürige Ableger der Cee’d-Baureihe, er ist flacher und breiter als der Fünftürer, Radstand und somit auch Raumangebot blieben jedoch unangetastet. Der Kombi Sporty Wagon vermag mit seinem Ladevolumen von 534 Litern bei voller Bestuhlung zu überzeugen. Die Cee’d-Motorenpalette umfasst ausschließlich Vierzylinder-Aggregate, Benziner und Diesel, die ein Leistungsspektrum von 66 kW (90 PS) bis 105 kW (143 PS) abdecken.
Am unteren Ende der Kia-Modellfamilie steht der rundlich gestylte Picanto. Dank Kastenform, Steilheck und fünf Türen bietet er jedoch – gemessen an seiner Länge von nur 3,54 Metern – recht viel Platz und ausreichende Variabilität. Für Vortrieb sorgen wahlweise 1,0- oder 1,1-Liter-Benzinmotoren mit 45 kW (61 PS) bzw. 48 kW (65 PS) oder ein 1,1-Liter-CRDi-Diesel mit 55 kW (75 PS). Der 1,1-Liter-Ottomotor kann wahlweise mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden.
Zwischen Picanto und den Cee’d-Modellen angesiedelt ist der Kleinwagen Rio, Stufenheck-Freunde dürften am eleganten Mittelklässler Magentis Gefallen finden, für Großfamilien stehen der mit sieben Sitzen lieferbare Kompakt-Van Carens und der deutlich größere Carnival bereit. Einen festen Platz im Kia-Modellprogramm haben die SUVs Sportage (kürzlich überarbeitet) und Sorento, wobei ersterer die Rolle des kompakteren Fahrzeugs spielt. Der Sorento ist ein ausladender, aber dennoch eleganter Wagen, der wahlweise von einem 2,5-Liter-Diesel mit 120 kW (163 PS) oder einem 3,3-Liter-V6-Benziner mit 177 kW (241 PS) befeuert wird.