Auch Jeep geht mit der Zeit und hat sich mit der von Grund auf neu konzipierten Neuauflage des Wrangler endgültig von seinem noch auf dem Willys-Jeep basierenden Uralt-Konzept getrennt.
Auf den ersten Blick ist der Jeep Wrangler immer noch als solcher erkennbar, beim genaueren Betrachten jedoch fällt auf, dass die Kastenform deutlich gewachsen ist. Zudem ist der Wrangler jetzt auch mit langem Radstand und fünf Türen lieferbar. Eine kleine Revolution fand auch unter dem Blech statt: Der Wrangler ist erstmals auch mit einem Dieselmotor lieferbar. Der 2,8-Liter-Vierzylinder-Selbstzünder leistet 133 kW (177 PS). Außerdem gibt es einen ebenfalls neuen 3,8-Liter-V6-Benziner mit 146 kW (199 PS), der den bisherigen 4,0-Liter-Motor ersetzt.
Zweitjüngstes Jeep-Modell ist der Mittelklasse-Geländewagen Cherokee, der die rundlichere Form des Vorgängers zugunsten der ursprünglichen Kastenform wieder aufgeben und damit deutlich an Charakterstärke zugelegt hat. Zwei Antriebsquellen stehen zur Wahl: der aus dem Wrangler bekannte 2,8-Liter-Diesel und ein 3,7-Liter-V6-Benziner mit 154 kW (210 PS).
Im City-Dschungel zu Hause Unterhalb von Wrangler und Cherokee angesiedelt sind die recht kompakten Modelle Patriot und Compass, die wahlweise von einem 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 125 kW (170 PS) oder einem bei VW zugekauften 2,0-Liter-Dieselmotor mit 103 kW (140 PS) lieferbar sind. Die Kraftübertragung übernimmt ein elektronisch gesteuertes Allradantriebssystem, das die Motorkraft im Normalfall an die Vorderachse weiterleitet. Tritt dort Schlupf auf, wird die Hinterachse – für die Insassen kaum wahrnehmbar – blitzschnell zugeschaltet.
Obwohl beide Modelle wohl eher im City-Dschungel anzutreffen sein werden, verbietet es offenbar die Jeep-Tradition, ein Basismodell mit reinem Zwei-Rad-Antrieb anzubieten. Der Name verpflichtet! Jeep-Topmodelle sind weiterhin der Grand Cherokee und der mit maximal sieben Sitzen nochmals größere Commander, die beide wahlweise mit einem V6-Dieselmotor oder V8-Benzinern lieferbar sind.