(bip) - Dreharbeiten im Saarland: Ein neues „Tatort“-Ermittlerteam gibt dort Gas. Der gebürtige Rügener Devid Striesow wird als Kriminalkommissar Jens Stellbrink auf der Vespa Fernsehverbrecher jagen; die Saarländerin Elisabeth Brück gibt in Motorradkluft die Kriminalhauptkommissarin Lisa Marx. Derzeit wird in Saarbrücken gedreht. Das „Wort“ hat den „Tatort“ besucht.
Eine Rolle im „Tatort“ gilt als Ritterschlag im deutschen Fernsehen. Zwei neue Kämpfer für Recht und Ordnung haben diesen erhalten und lösen derzeit in Saarbrücken ihre ersten zwei Fälle vor der Kamera: Der 38-jährige Norddeutsche Devid Striesow, bekannt aus der ZDF-Krimireihe „Bella Block“, ist der liebenswert-witzige Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink. Und sein weiblicher Gegenpart, die kühl-verwegene Motorrad-Powerfrau Kriminalhauptkommissarin Lisa Marx, wird von der 39-jährigen Saarländerin Elisabeth Brück gespielt.
Für die Presse steigen die beiden auf die augenscheinlich schon in die Jahre gekommene rote Vespa, die im „Tatort“ von Kommissar Stellbrink gefahren wird. Lächeln für die Fotografen, ein Scherz hier, ein Augenrollen da. Die beiden sind Profis, aber man sieht ihnen schon an, dass der „Tatort“-Dreh etwas Besonderes für sie ist. Für den „Tatort“ ließ der gebürtige Rügener Devid Striesow denn auch die ZDF-Krimiserie „Bella Block“ sausen. „Das ist mir nicht leicht gefallen“, sagt er.
„Der letzte Drehtag für die Serie war ein wenig traurig.“ Nichtsdestotrotz: Striesow freut sich darauf, die Persönlichkeit des Kommissars Jens Stellbrink zu entwickeln, mit allen Macken und Marotten, mit Hochbegabung und klaren Wertvorstellungen. Wie Striesow selbst kommt Stellbrink aus dem hohen Norden ins beschauliche Saarland; gewollte Nähe, so kann sich Striesow noch besser in sein Alter Ego hineinversetzen.
Elisabeth Brück war schon als Kind Tatort-Fan, hat auch bereits einmal mitgespielt – 2007, als noch Maximilian Brückner und Gregor Weber an der Saar ermittelten. Beide schieden im Unfrieden vom Saarländischen Rundfunk. Das belastet die beiden „Neuen“ nach eigenen Aussagen aber gar nicht. Bis Ende August dreht der Saarländische Rundfunk parallel zwei Folgen. Mit dabei ist übrigens ein alter Bekannter vom vorherigen Team: Hartmut Volle spielt weiterhin den Leiter der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle Hort Jordan.
Er hilft mit, herauszufinden, wo das elternlose Kind „Melinda“ herkommt, das Stellbrink im Baumarkt aufgabelt, und er wertet Spuren aus im Falle eines Mordes im Rocker-Milieu („Ende der Straße“). Beide Folgen sollen Anfang kommenden Jahres ausgestrahlt werden. Die Dreharbeiten dauern noch bis Ende August an. Redaktionsleiter Christian Bauer verspricht: „Es werden zwei spannende, schnelle Geschichten mit den neuen Figuren.“
Marie-Laure Rolland, LW-Kulturredakteurin, berichtet aus Cannes vom 66. Filmfestival. Ihr besonderer Blickpunkt: Alles rund um die Luxemburger Filmbranche, die sich an der "Croisette" trifft.
Eindrücke, Reaktionen, Stimmungen mit der Kamera eingefangen.
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