Im Schneckentempo hinunter und wieder hinauf: Connie, Georges und „Archie“ begeben sich auf eine Reise, die sie von Halifax (Kanada) bis hinunter nach Ushuaia (Argentinien) führen wird. Anschließend geht es dann von Kapstadt (Südafrika) wieder hinauf bis nach Luxemburg. Die Reise beginnt offiziell am 1. Juni 2009 und soll ungefähr zwei Jahre dauern.
In einer sich immer schneller drehenden Welt besteht ihr Ziel vor allem darin, jeden Moment aktiv zu leben, anstatt möglichst schnell weiter zum nächsten Ort zu eilen, frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“ (Konfuzius).
Bei Connie und Georges handelt es sich um das Ehepaar Constanze (39 Jahre, Juristin) und Georges (38, Staatsbeamter im Außenministerium) Ternes aus Luxemburg-Merl. „Archie“, ein von der Firma Landy Camper aus Neunkirchen/Saarbrücken zum Wohnmobil umgebauter Rover Defender 110 Station Wagon mit 300er Tdi-Motor, der in England noch bis 2006 für „den Rest der Welt“ gebaut wurde, ist ihr hoffentlich treuer Wegbegleiter und wird den beiden für die kommenden ca. 730 Tage als neues Zuhause dienen. In ihm wird alles gemacht: gekocht, geschlafen, geduscht, gewaschen, ..., sprich gelebt.
Auf die Frage: „Warum macht ihr das?“, folgt wie aus einem Mund die kurze Antwort: „Warum nicht? Nur ein Leben – leben wir es!“ Und Connie ergänzt: „Georges und ich sind beide in der Mitte unseres Lebens angekommen. Reisen ist unsere Leidenschaft. Vor zehn Jahren hatten wir kein Geld, und in zehn Jahren sind wir zu alt. Wir haben keine Kinder. Also gibt es keinen Grund, dass wir es jetzt nicht tun sollen.“
Nachdem Weihnachten 2007 die Entscheidung für „die Fahrt ins Ungewisse“, wie sie ihr Abenteuer selbst bezeichnen, gefallen war, haben sich die beiden ein Jahr lang intensiv darauf vorbereitet. Vor allem mussten einige emotionale Hürden überwunden werden. Connie hat ihren Beruf aufgegeben, Georges sich eine Auszeit beim Staat genommen. Die Familie und nahe Verwandtschaft wurden informiert, die Wohnung vermietet und die Haustiere (zwei Katzen) in gute Hände abgeben. Beide haben am „Centre de Langues“ Spanischkurse belegt, verschiedene gesundheitliche Checks (Impfungen usw.) durchführen lassen, durch Sport ihre körperliche Fitness erhöht und ein Fahrtraining im Gelände absolviert. Jetzt kann es endlich losgehen. Die Reiseroute steht größtenteils fest. Übrigens wollen beide zusammen nicht mehr als 40 Euro pro Tag ausgeben. Das machen in zwei Jahren 29 200 Euro. Billiger kann man zuhause auch nicht leben, oder ...?