Von Nadine Schartz
Nachdem Infrastrukturminister Claude Wiseler und Energieminister Jeannot Krecké den Bürgern aus Niederkerschen und Luxemburg bereits Rede und Antwort über die geplanten Erdöllager standen, gaben sie am Donnerstagabend den Bürgern der Gemeinden Mertert und Grevenmacher die nötigen Informationen über die Erweiterung der Tanklager im Hafen.
Seitdem bekannt wurde, dass die Tankkapizitäten im Hafen in Mertert von 60 000 Kubikmeter auf insgesamt 150 000 Kubikmeter Erdöl erweitert werden soll, war die Opposition sowohl auf Luxemburger Seite der Mosel sowie auf deutscher Seite groß. Demnach stieß auch das Interesse an der Informationsversammlung über die Erweiterung auf großes Interesse. Etwa 130 Personen, darunter zahlreiche Politiker von beiden Seiten des Grenzflusses, hatten sich im Grevenmacher Sport- und Kulturzentrum eingefunden, um die Erläuterungen der beiden Minister zu verfolgen.
Gleich zu Beginn der Versammlung betonte Jeannot Krécke, dass diese wichtig und notwendig sei, um den Bürgern die nötigen Informationen zu geben. So sei Luxemburg in puncto Energieproduktion zu 98 Prozent von andern Ländern abhängig. Eine Zahl unter 90 Prozent sei auch in den kommenden Jahren nicht zu erreichen.
„Wir brauchen die neuen Tanklager, weil unsere Erdölreserven zurzeit nicht ausreichen“, so der Energieminister. Eigentlich sollte Luxemburg über eine Reserve von 90 Tagen verfügen. Aufgrund der Größe Luxemburgs sei aber eine Regelung festgelegt worden, laut der eine Reserve von 45 Tagen auf Luxemburger Gebiet sein müsse (die restlichen Reserven im Ausland). Doch auch dies sei derzeit nicht möglich, hieß es.
In Zahlen bedeutet dies, dass für eine Reserve von 90 Tagen ingesamt 835 000 Kubikmeter Erdöl hierzulande gelagert werden müssten. Durch die Ausnahmeregelung wurde die erforderliche Menge auf 495 000 Kubikmeter reduziert. Derzeit belaufen sich die Kapazitäten aber lediglich auf 196 000 Kubikmeter, was einer Reserve von 15 Tagen entspricht.
Dass dies nicht ausreiche, habe sich zuletzt im Dezember 2010 gezeigt. Bedingt durch die Wetterkapriolen (Schnee, Eis und Hochwasser) waren nur noch Reserven für einen einzigen Tag vorhanden. „Wir müssen demnach etwas unternehmen“, so Krecké.
Bei der Wahl der Standorte für die neuen Tanklager habe man mehrere Kriterien berücksichtigt, gab Infrastrukturminister Claude Wiseler alsdann zu verstehen. Zum einen sei Wert auf eine Anbindung an den Straßen- und Eisenbahnverkehr gelegt worden. Auf ökologischer Ebene sei die Anbindung an den Flußweg im Hafen in Mertert optimal und notwendig.
Daneben sollten die Transportwege zum Endverbraucher so kurz wie möglich sein. Demzufolge sei vorgesehen, im Hafen, auf einem Gelände zwischen den bestehenden Tanklager und der geplanten Kläranlage, auf dem Gebiet der Gemeinde Grevenmacher, sechs weitere Lager mit einer Kapazität von jeweils 15 000 Kubikmetern zu realisieren. Mit dieser Menge von 90 000 Kubikmetern und der momentanen Kapazität von genau 61 250 Kubikmetern könnte der Nord-Osten des Landes mit Erdöl versorgt werden.
Im Rahmen der Arbeiten werde man einen zusätzlichen Kai für die Anlieferung bauen und die Zuglinien im Hafen überarbeiten. Wie Minister Wiseler weiter erklärte, arbeite die Hafengesellschaft derzeit Ausgleichsmaßnahmen mit unter anderem einer Renaturierung des Flußes, einer Wasserschnecke zur Stromproduktion und einer Fischleiter aus.
Trotz aller Erläuterungen äußerten die Anwesenden zahlreiche Bedenken. Vor allem der Sicherheitsaspekt und die Nähe zu den Wohnbaugebieten gehörten zu den Hauptkritikpunkten.
Allen voran meldete sich der Abgeordnete und Kommunalpolitiker Léon Gloden zu Wort. Er erläuterte, dass man zwar bereit sei, einen Teil zur nationalen Solidarität beizutragen und dies mit den bestehenden Tanklager bereits getan habe. Nicht einverstanden sei man aber damit, dass die Region nun wieder ihren Teil zur Solidarität beitragen müsse.
Gerade in puncto Sicherheit stellten sich einige Fragen, so Gloden. Immerhin seien die Feuerwehrkorps aus der Region nicht für einen Notfall im Hafen ausgebildet und gerüstet - ein Umstand, der Minister Krecké bis dato nicht bekannt war, der aber versprach die nötigen Schritte zu unternehmen, um dies zu ändern. Wiseler erklärte, dass die Betreiber des Hafens zum Teil über das nötige Material verfügten. Der Einwand über die nationale Solidarität wurde allerdings von Minister Krecké verworfen: „Hierbei geht es nicht um Solidarität, sondern um harte Fakten!“
16'
7'
23'
Petingen
|
3:0 |
Jeunesse
|
RFCU Lëtzebuerg
|
2:0 |
Düdelingen
|
Fola
|
1:2 |
Grevenmacher
|
Rümelingen
|
4:1 |
Kayl-Tetingen
|
Hesperingen
|
0:3 |
Differdingen
|
Käerjéng
|
3:0 |
RM Hamm Benfica
|
Niederkorn
|
5:2 |
Hostert
|