Tour de France Veröffentlicht am 19.07.12 19:04

Wiggins meistert Pyrenäen-Hürde - Froome famos

Doping-Aufregung um Fränk Schleck hat sich bei der Tour de France etwas gelegt

Als sich die Doping-Aufregung um Fränk Schleck etwas gelegt hatte, schlug Alejandro Valverde zu. Der umstrittene Spanier feierte am Donnerstag auf der 17. Etappe der Tour de France den ersten großen Erfolg seit seiner Rückkehr aus der zweijährigen Sperre zu Jahresbeginn. Auf dem nebelverhangenen Peyragudes rettete der Tagesschnellste einen 19-Sekunden-Vorsprung auf das wieder einmal famose Spitzenduo Bradley Wiggins und Christopher Froome ins Ziel. Die beiden Sky-Profis hatten die Konkurrenz auf dem letzten Hochgebirgsabschnitt fest im Griff - für Wiggins ist wohl die letzte große Hürde auf dem Weg zum Tour-Triumph aus dem Weg geräumt.

Wiggins baute seine Vorsprung im Gesamtklassement auf Vincenzo Nibali auf 2:41 Minuten aus und konnte sich dafür vor allem beim treuen Helfer Froome bedanken. Dieser hätte den Kapitän auf den letzten Kilometern locker stehen lassen können. Der Shootingstar blieb zwar bei Wiggins, demonstrierte aber seine derzeit überragende Stärke und ebenso seine Kapitänsambitionen für das nächste Jahr.

Auch nach dem Zieleinlauf gab Froome den selbstlosen Edelhelfer. „Ich habe keinen Gedanken an meinen möglicherweise verpassten Etappensieg verloren“, beteuerte der Brite. „Ich bin hier, um Bradley zu helfen. Bei der letzten Attacke am Berg habe ich ihm zugerufen: „Los komm! Wir haben einen kleinen Vorsprung - nimm alle Kräfte zusammen!““ Den 32-jährigen Wiggins trennen nur noch 396 Kilometer vom ersten Sieg eines Briten in 109 Jahren Tour de France.

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