Lifestyle Veröffentlicht am 15.11.11 10:12

Wenn das Haustier am Ringfinger funkelt

Kurioses Schmuckstück kostet gut 3000 Euro

Im Gegensatz zu diesem natürlich gewachsenen Diamanten lassen sich auch Steine künstlich herstellen, zum Beispiel aus Tierasche. (Symbolbild)
Foto: dpa

(dpa) - Tierfriedhöfe gibt es schon länger, und ihre Zahl steigt: In Deutschland zum Beispiel gibt es deren mittlerweile 120. Die meisten Besitzer entscheiden sich dafür, die Asche ihres Lieblings in einer Urne mit nach Hause zu nehmen, sie können sie aber auch im Garten eines Krematoriums vergraben.

Ein Diamant aus gepresster Asche ist die exklusivste Variante, sein Haustier zu verewigen. Bislang hätten sich zwei Kunden für diese Methode, erzählt Eberhard Leis, einer von vier Mitarbeitern des Portaleums in Berlin. Diese exklusive Form der Bestattung kostet mindestens 2890 Euro.

Leis meint, dass Haustiere oft ein festes Familienmitglied sind, weshalb die Besitzer keine Kosten und Mühen scheuen, um ihren Liebsten eine würdige Bestattung zu ermöglichen.

Asche als Brennstoff genutzt

Viele Menschen fürchten, ihre Tiere beim Tierarzt zu lassen. „ Die werden dort zerschreddert, zerkocht und enden dann als Tapetenkleister oder so“, sagt Ralf Hendrichs vom Verband der Tierbestatter.

Christian Laiblin ist Tiermediziner an der Freien Universität Berlin und bestreitet das: Die Asche der Tiere werde ganz normal entsorgt - und auch nicht für Futtermittel verwendet. Dass so etwas nicht legal ist, weiß auch Marcel Derichs, Sprecher des Entsorgungsunternehmens Secanim. Die Firma halte sich an die EU-Verordnung zur Tierkörperbeseitigung, dies werde - wie auch bei den anderen Unternehmen im Bundesgebiet - regelmäßig überprüft. Vor der Verbrennung würden die Kadaver zwar zerkleinert, die Produkte dann aber als Brennstoff oder Ähnliches verwendet.