Von Sanja Simic
Mit innovativen Projekten können auch Luxemburger Unternehmen ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. Das zeigte sich am Montagabend in der Handelskammer bei der Verleihung des Umweltpreises der Unternehmervereinigung Fedil. Die drei Unternehmen Goodyear, Hein und Elco wurden dabei für ihre fortschrittlichen und umweltfreundlichen Projekte ausgezeichnet.
Seit 1987 vergibt die Fedil alle zwei Jahre den mit 2.500 Euro dotierten Umweltpreis an Unternehmen, die sich für mehr Energieeffizienz und den Klimaschutz einsetzen. In die engere Wahl der Jury kommen die eingereichten Projekte, die folgende Kriterien erfüllen: Sie nutzen der Umwelt, sind innovativ, funktionieren in der Praxis und führen zu Ersparnissen.
Genau diese Kriterien hat der Reifenhersteller Goodyear aus Colmar Berg mit dem Projekt „EfficientGrip Tire Technology“ erfüllt und wurde in der Kategorie „Große Unternehmen“ ausgezeichnet. Durch die neue „Fuel Saving Technology“, die bei der Reifenherstellung eingesetzt wird, ist deutlich weniger Energie notwendig, um die Autoräder voranzubringen. Dadurch würden der Benzinverbrauch und die CO2-Emissionen gesenkt, erklären die Verantwortlichen bei Goodyear.
Der Preis in der Kategorie „Mittlere Unternehmen“ ging an den Ofenhersteller Hein aus Strassen für das Projekt „Hein LR Greenproved EcoStone“ und die Optimierung der Luxrotor-Backöfen. Durch eine unter anderem verbesserte Isolation und ein neues Wiederverwertungssystem der Verbrennungsgase, können bis zu 25 Prozent Energie eingespart werden.
Drei Viertel der Backöfen, die Hein verkauft, sind „greenproved“. Damit habe das Unternehmen rechtzeitig auf eine reelle Nachfrage reagiert und im Sinne der Kunden und der Umwelt gehandelt, heißt es in der Jury-Begründung.
Eine Empfehlung der Jury sowie eintausend Euro gab es für Elco. Das Unternehmen, das im Bereich von technischen Dienstleistungen und Industrie- und Gebäudeinstallationen tätig ist, hat die Jury mit seiner „Retrofit LED-Lichttechnik für eine umweltfreundliche Straßenbeleuchtung“ überzeugt.
Die Firma aus Gasperich hat weder die Leuchtdioden noch die Straßenbeleuchtung mit LED-Licht erfunden, sie hat jedoch ein Konzept entwickelt, mit dem die Straßenbeleuchtung modernisiert werden kann, ohne dass die existierende Infrastruktur vollständig erneuert werden muss. Das Projekt ermöglicht eine Energieeinsparung von 60 Prozent. Zurzeit rüstet Elco die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Kehlen um, und das Resultat sei „sehr überzeugend“, so die Jury.