International Veröffentlicht am 06.11.09 09:11

Vom 9. November 1989 bis zum 3. Oktober 1990

(dpa). - Nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 gab es eine rasante Entwicklung im deutschen Einigungsprozess. Stationen bis zum 3. Oktober 1990:

9. November 1989:

Das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski kündigt auf einer Pressekonferenz eher beiläufig an, die DDR werde mit sofortiger Wirkung die Grenzen öffnen. Bis in die Nacht strömen tausende Besucher in den Westen. Nach 28 Jahren fällt die Mauer.

13. November:

Der Dresdner SED-Bezirkschef Hans Modrow wird von der Volkskammer mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Bei den seit Monaten stattfindenden Montagsdemonstrationen sind jetzt auch Transparente wie„ Deutschland einig Vaterland“ zu lesen.

3. Dezember:

Unter dem Druck der SED-Basis treten das SED- Politbüro und das Zentralkomitee geschlossen zurück.

7. Dezember:

In Ost-Berlin tagt erstmals der„ Zentrale Runde Tisch“. Das Dialogforum von Parteien und Oppositionsgruppen will Vorschläge zur Überwindung der Krise im Lande machen.

15. Januar 1990:

Rund 2000 Demonstranten stürmen die Stasi- Zentrale in Ost-Berlin. 100 000 demonstrieren vor dem Gebäude.

1. Februar:

Ministerpräsident Modrow legt sein Konzept zur deutschen Einheit vor, das auf militärischer Neutralität und föderalen Strukturen basiert.

7. Februar:

Die Bundesregierung beschließt, der DDR umgehend Verhandlungen über eine Währungsunion anzubieten.

18. März:

In der DDR finden die ersten freien Wahlen statt, aus denen die konservative Allianz mit der CDU an der Spitze klar als Sieger hervorgeht. Lothar de Maiziere (CDU) wird Ministerpräsident.

23. April:

Die Bonner Regierungskoalition einigt sich auf die Grundzüge eines Staatsvertrages zur Währungsunion.

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